Fahren gegen und mit der Welle
Verfasst: Fr 22. Mai 2026, 13:58
Hallo Zusammen,
die folgende Frage ist mir per PN (Persönliche Nachricht) gestellt worden. Da sie vielleicht mehr als nur eine Person interessiert stelle ich sie und meine Antwort ohne persönliche Angabe hier ein.
Außerdem ist meine Hoffnung das andere den Beitrag ergänzen.
"Mein Fragen dazu an dich:
Wie fährt man mit der Varianta auf dem Ijsselmeer gegen die Wellen. 90° oder Schräg und zwar unter Motor und unter Segel. Genauso wichtig wie fährt man mit Wind von achtern zurück (schräg oder mit der Welle von achtern)"
Meine Antwort:
Hallo ...,
ehrlich gesagt kann ich nicht so richtig viel dazu sagen. Ich fahre eher nach Gefühl. Mein Ziel ist mit dem Vorschiff nicht auf dem Wellenkopf "abzuheben" und dann aufzuschlagen. Entsprechend versuche ich im 'Tal nicht so stark einzustechen. Außerdem soll natürlich die Welle nicht von achtern aufs Heck schlagen oder das Boot so stark anheben das es aus dem Ruder läuft. Und das Boot soll natürlich auch nicht zu stark seitlich neigen.
Grundsätzlich versuche ich als erstes den gewünschten Kurs zu fahren. Das klappt erfahrungsgemäß um die 45° zur Welle; je nach Höhe und Art der Wellen (steil oder flacher) in einem mehr oder minder großen Bereich.
Klappt das nicht, fahre ich die Welle aus. Am Wind luve ich am Fuß gegen die Welle an und falle ganz kurz vor dem Kamm wieder ab.
Auf raumen Kursen geht es meist darum das Ruder möglichst lange im Wasser wirksam zu halten. Je nach dem wie die Welle das Boot aus dem Kurs drängt muß man manchmal etwas voraus steuern. Meist drückt die Welle das Boot ab Passieren des Wellenkopfes ja quer; also drehe ich kurz vor diesem Punkt stärker in die Gegenrichtung. Das Ergebnis ist ein gewellter Kurs, der im Mittel dem gewünschten Kurs entspricht. auf sehr raumen Kursen kann man noch versuchen auf der Welle zu surfen; also möglichst lange auf dem Wellenrücken zu bleiben.
Unter Motor mag es ähnlich sein. Nur der Motor, der bei Dir ja wie bei mir am Heck montiert ist, wird natürlich zusätzlich aus dem Wasser gehoben. Da wird man ähnlich wie beim Ruder durch kurzzeitiges Abfallen entgegenwirken müssen. Ich fahre gerade bei mehr Welle möglichst viel unter Segel und erst im -geschützen Bereich oder wenn es gar nicht mehr anders geht mit Motor.
Also eher eine Gefühlssache mit den aufgezeigten Werkzeugen.
Gruß Walter
die folgende Frage ist mir per PN (Persönliche Nachricht) gestellt worden. Da sie vielleicht mehr als nur eine Person interessiert stelle ich sie und meine Antwort ohne persönliche Angabe hier ein.
Außerdem ist meine Hoffnung das andere den Beitrag ergänzen.
"Mein Fragen dazu an dich:
Wie fährt man mit der Varianta auf dem Ijsselmeer gegen die Wellen. 90° oder Schräg und zwar unter Motor und unter Segel. Genauso wichtig wie fährt man mit Wind von achtern zurück (schräg oder mit der Welle von achtern)"
Meine Antwort:
Hallo ...,
ehrlich gesagt kann ich nicht so richtig viel dazu sagen. Ich fahre eher nach Gefühl. Mein Ziel ist mit dem Vorschiff nicht auf dem Wellenkopf "abzuheben" und dann aufzuschlagen. Entsprechend versuche ich im 'Tal nicht so stark einzustechen. Außerdem soll natürlich die Welle nicht von achtern aufs Heck schlagen oder das Boot so stark anheben das es aus dem Ruder läuft. Und das Boot soll natürlich auch nicht zu stark seitlich neigen.
Grundsätzlich versuche ich als erstes den gewünschten Kurs zu fahren. Das klappt erfahrungsgemäß um die 45° zur Welle; je nach Höhe und Art der Wellen (steil oder flacher) in einem mehr oder minder großen Bereich.
Klappt das nicht, fahre ich die Welle aus. Am Wind luve ich am Fuß gegen die Welle an und falle ganz kurz vor dem Kamm wieder ab.
Auf raumen Kursen geht es meist darum das Ruder möglichst lange im Wasser wirksam zu halten. Je nach dem wie die Welle das Boot aus dem Kurs drängt muß man manchmal etwas voraus steuern. Meist drückt die Welle das Boot ab Passieren des Wellenkopfes ja quer; also drehe ich kurz vor diesem Punkt stärker in die Gegenrichtung. Das Ergebnis ist ein gewellter Kurs, der im Mittel dem gewünschten Kurs entspricht. auf sehr raumen Kursen kann man noch versuchen auf der Welle zu surfen; also möglichst lange auf dem Wellenrücken zu bleiben.
Unter Motor mag es ähnlich sein. Nur der Motor, der bei Dir ja wie bei mir am Heck montiert ist, wird natürlich zusätzlich aus dem Wasser gehoben. Da wird man ähnlich wie beim Ruder durch kurzzeitiges Abfallen entgegenwirken müssen. Ich fahre gerade bei mehr Welle möglichst viel unter Segel und erst im -geschützen Bereich oder wenn es gar nicht mehr anders geht mit Motor.
Also eher eine Gefühlssache mit den aufgezeigten Werkzeugen.
Gruß Walter