Moin,
würde mich freuen über einen hilfreichen Beitrag zur "legendären Steinhuder Meer Version".
Anlässlich intensiven Auseinandersetzens mit meinem K65-Schwert, stieß ich auf die in der Klassenbauvorschrift für mich nicht recht nachvollziehbare Aussage, dass der Kurzkiel max. 280 kg, der Normalkiel max. 240 kg auf die Waage bringen darf.
Wenn von einem einheitlichen Seitenriß bzw. Querschnitt des Bootsrumpfes aller VAs lt. Bauvorschrift auszugehen ist, wie kann dann ein kürzerer Kiel mehr wiegen als die längere Ausführung?
Zweitens, welche Bau/Segelnummern wurden als "Steinhuder Version" aufgelegt?
Mir bekannt, dass K3 bis 275 (abgeschlossen), K4 276 bis 1075 (abgeschlossen), K65 ab 1076 ausgeliefert wurden - alle(?) als 'Normalkieler'.
Somit stellte sich wohl "zwischenzeitlich" der Bedarf nach einer Kurzkiel-Version heraus.
Wurden dazu auch schon in den Segelbetrieb genommene K3-, K4-, K65-VAs umgerüstet?
Beste Wünsche vom Berliner Segelrevier
Gruß Axel
VA STEINHUDE Version
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kosarsegler
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Re: VA STEINHUDE Version
Hallo Axel,
die Kurzkiel-Versionen sind eigentlich bei allen Booten schwerer als die längeren Kiele. Sonst müßte man die Masten und Segel verkleinern, damit sie weniger krängende Kraft entwickeln.
Sinn des Gewichts ist ja das aufrichtende Moment. Also bildlich mit wie viel Kraft der Kiel das geneigte Boot wieder aufrichtet. Grob vereinfacht kann ich kann ich also 10 kg an einen 1 m langen Kiel hängen oder 5 kg an einem 2 m langen.
Ich glaube die Kurzkiele wurden auf Bestellung bei der Fertigung montiert. Entsprechend vermute ich das es einzelne Baunummern in der Serie sind. Ob die ersten Varianten und die K 4 auch mit Kurzkiel angeboten wurden weiß ich nicht. Nach meinen bisherigen Erfahrungen gibt es sicher ein Boot, bei dem nachträglich ein normaler durch einen Kurzkiel ersetzt wurde. Das ist aber eher eine "Bastelei" also ein Exot.
Gruß Walter
die Kurzkiel-Versionen sind eigentlich bei allen Booten schwerer als die längeren Kiele. Sonst müßte man die Masten und Segel verkleinern, damit sie weniger krängende Kraft entwickeln.
Sinn des Gewichts ist ja das aufrichtende Moment. Also bildlich mit wie viel Kraft der Kiel das geneigte Boot wieder aufrichtet. Grob vereinfacht kann ich kann ich also 10 kg an einen 1 m langen Kiel hängen oder 5 kg an einem 2 m langen.
Ich glaube die Kurzkiele wurden auf Bestellung bei der Fertigung montiert. Entsprechend vermute ich das es einzelne Baunummern in der Serie sind. Ob die ersten Varianten und die K 4 auch mit Kurzkiel angeboten wurden weiß ich nicht. Nach meinen bisherigen Erfahrungen gibt es sicher ein Boot, bei dem nachträglich ein normaler durch einen Kurzkiel ersetzt wurde. Das ist aber eher eine "Bastelei" also ein Exot.
Gruß Walter
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Axello
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Re: VA STEINHUDE Version
Hallo Walter,
freue mich erstmal über deine ausführliche Antwort zu den von mir gestellten Teilfragen.
Insofern ich dir folgen kann, was die Begründung bzgl. des Mehrgewichtes der Kurzkielversion bezweckt, so ich halt nicht nachvollziehen kann, wie ein "kleineres Volumen Kurzkiel" schwerer sein kann als der vergleichbare "längere, voluminösere Normalkiel"?
Wo, wie wird dort (beim Kurzkiel) das Mehrgewicht "erzeugt"?
a) Gibt es einen anderen, vielleicht 'breiteren' Querschnitt der Kielform?
b) Ist der Kurzkiel 'länger', daß damit mehr "Volumengewicht" erzeugt wird?
c) Oder ist an der unteren Kante des Kurzkieles beidseitig jeweils ein "Gewichtswulst" ausgebildet, der besagte Funktion übernimmt?
Da die Klassenbauvorschrift sich diesbezüglich ausschweigt, lediglich einmal im Seitenriß des Bootes überhaupt in Bezug auf 'unterschiedliche Tauchtiefen' diese erwähnt werden, bzw. im Kapitel 8.2.2 nur die verschiedenen Gewichtsangaben (MAX) zu finden sind, wird nirgendwo erklärt, wie "das Kurzkiel" das/ein Mehrgewicht gegenüber dem Normalkiel "verborgen" hätte oder gar am GFK-Rumpfes angebracht wäre.
Das ist eben meine Frage, da ja so ziemlich alles in der Bauvorschrift minutiös geregelt ist, doch dazu gibt es keine weiteren Angaben.
Zufällig bin ich dieser Tage über eine Ersatzteilanzeige der Marina-Werft aufmerksam geworden, daß dort ein "Schwert für Steinhuder Version" angeboten wird.
Erstaunlich, aber nachvollziehbar: diese Ausführung ist 'schmaler' (Höhe) und der Bolzendrehpunkt liegt ebenfalls an einer anderen Stelle als die Zeichnung für Normalkiel ausweist.
Davon jedoch kein Kommentar in der Bauvorschrift - es sieht beinahe so aus, als wäre diese "Steinhuder Version" irgendwie ausgegrenzt - weshalb auch immer.
Das sind halt meine Gedanken, und um diese mir zugänglichen, spärlichen Informationen zu einem zusammenhängen, vorstellbaren Ganzen zu machen, bitte ich euch um Hilfe - großen Dank für jedes Puzzleteil.
Mit kameradschaftlichem Gruß
Axel
freue mich erstmal über deine ausführliche Antwort zu den von mir gestellten Teilfragen.
Insofern ich dir folgen kann, was die Begründung bzgl. des Mehrgewichtes der Kurzkielversion bezweckt, so ich halt nicht nachvollziehen kann, wie ein "kleineres Volumen Kurzkiel" schwerer sein kann als der vergleichbare "längere, voluminösere Normalkiel"?
Wo, wie wird dort (beim Kurzkiel) das Mehrgewicht "erzeugt"?
a) Gibt es einen anderen, vielleicht 'breiteren' Querschnitt der Kielform?
b) Ist der Kurzkiel 'länger', daß damit mehr "Volumengewicht" erzeugt wird?
c) Oder ist an der unteren Kante des Kurzkieles beidseitig jeweils ein "Gewichtswulst" ausgebildet, der besagte Funktion übernimmt?
Da die Klassenbauvorschrift sich diesbezüglich ausschweigt, lediglich einmal im Seitenriß des Bootes überhaupt in Bezug auf 'unterschiedliche Tauchtiefen' diese erwähnt werden, bzw. im Kapitel 8.2.2 nur die verschiedenen Gewichtsangaben (MAX) zu finden sind, wird nirgendwo erklärt, wie "das Kurzkiel" das/ein Mehrgewicht gegenüber dem Normalkiel "verborgen" hätte oder gar am GFK-Rumpfes angebracht wäre.
Das ist eben meine Frage, da ja so ziemlich alles in der Bauvorschrift minutiös geregelt ist, doch dazu gibt es keine weiteren Angaben.
Zufällig bin ich dieser Tage über eine Ersatzteilanzeige der Marina-Werft aufmerksam geworden, daß dort ein "Schwert für Steinhuder Version" angeboten wird.
Erstaunlich, aber nachvollziehbar: diese Ausführung ist 'schmaler' (Höhe) und der Bolzendrehpunkt liegt ebenfalls an einer anderen Stelle als die Zeichnung für Normalkiel ausweist.
Davon jedoch kein Kommentar in der Bauvorschrift - es sieht beinahe so aus, als wäre diese "Steinhuder Version" irgendwie ausgegrenzt - weshalb auch immer.
Das sind halt meine Gedanken, und um diese mir zugänglichen, spärlichen Informationen zu einem zusammenhängen, vorstellbaren Ganzen zu machen, bitte ich euch um Hilfe - großen Dank für jedes Puzzleteil.
Mit kameradschaftlichem Gruß
Axel
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kosarsegler
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Re: VA STEINHUDE Version
Hallo Axel,
ich hatte Deine Fragen eher auf den Grund für das Mehrgewicht bezogen.
Tatsächlich scheint die Steinhude Version eher ein Exot zu sein. Für die Klassen ' bzw. Bauvorschrift , die eher auf Chancengleichheit bei Regatten abziehlt, ist sie eher uninteressant. (Hat segeltechnisch nur Nachteile)
Ich vermute der Kurzkiel ist dicker und vielleicht vorn und hinten gerader. Ich habe aber noch keinen tatsächlich gesehen.
Gruß Walter
ich hatte Deine Fragen eher auf den Grund für das Mehrgewicht bezogen.
Tatsächlich scheint die Steinhude Version eher ein Exot zu sein. Für die Klassen ' bzw. Bauvorschrift , die eher auf Chancengleichheit bei Regatten abziehlt, ist sie eher uninteressant. (Hat segeltechnisch nur Nachteile)
Ich vermute der Kurzkiel ist dicker und vielleicht vorn und hinten gerader. Ich habe aber noch keinen tatsächlich gesehen.
Gruß Walter