Osmose

greg11
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Osmose

Ungelesener Beitrag von greg11 » Sa 6. Nov 2010, 19:44

Unsere VA65, Bj. 1978 hat Osmose. Beim Auskranen von 2 Wochen zeigten sich eine ca 3 cm große Blase am Vorschiff und unzählige kleine über das ganze Unterwasserschiff verteilt. Mittlerweile hatten wird das Boot in einer Werft, die unsere Diagnose bestätigte und eine Kostenschätzung von 6000 - 8000 EURO für eine Sanierung abgab. Und wurde empfohlen, die große Blase zu reparieren und vorläufig weiterzusegeln bis sich vermehrt Wasser in der Bilge zeige. Erschwerend komme hinzu, dass auch nach einer erfolgten Sanierung Osmoseschäden auf der Innenseite des Rumpfes auftreten könnten, weil in den meisten VAriantas in der nicht zugänglichen Bilge Wasser stehe.
Ich habe heute den Bereich der großen Blase aufgeschliffen und festgestellt, dass die erst Lamanatlage angegrifffen ist.

D.h. in naher Zukunft könne wir unser Boot verschrotten, wenn wir es nicht selber reparieren; verkaufen geht im jetztigen Zustand auch nicht.

Hat jemand Erfahrung mit der Osmosesanierung des ganzen Unterwasserschiffes mit Heimwerkermitteln (keine Hallle)?
Kennt jemand einen Fall, bei dem in Folge von Bilgenwasser Blasen auf den Innenseite aufgetreten sind?

Gruß

Michael

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Furai
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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von Furai » So 7. Nov 2010, 11:39

Hallo Michael.

Ich habe selber noch keine Erfahrungen mit Osmose, da dieses bei meinen bisherigen Booten noch nicht vorkam.

Leicht verständliche Tipps findest Du allerdings in den Büchern:

"Rumpf- und Decksreparaturen" von Don Casey, 12.90 Euro im Delius-Klasing-Verlag
und
"Fit fürs Refit" von Jan Kuffel und Alexander Schlösser, 38,00 Euro im Palstek-Verlag.

Praktische Hinweise geben Dir bestimmt auch die Jungs von Segelsport-FSA in Mardorf.
http://www.segelsport-fsa.de/index.cfm/ ... rvice.html

Spezialwerkzeuge wie der "Gelshielder" (falls nötig) kann man auch Tageweise mieten.

Viel Erfolg und gutes Gelingen.
Horst.

treibgut
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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von treibgut » So 21. Nov 2010, 21:03

Hallo,

bei unserem Motorsegler traten nach der Sanierung auch öffters Blasen am Ruder auf.

Diese haben wir immer direkt aufgeschnitten und austrocknen lassen. Es gibt so ein Zeug, was man dannach drauf schmieren kann, muss nochmal nachsehen, wie das heißt. Danach kannst du das Loch mit Epoxy auffüllen oder ein paar Matten drauflaminieren.

Hast du fragen zum laminieren, kannst du meinen Vater fragen, der hat das schon öffter gemacht.
Gruß Martin

greg11
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OSmose; Zwischenbericht

Ungelesener Beitrag von greg11 » So 5. Dez 2010, 11:12

Wir haben uns zur Sanierung entschlossen.
Nach 42 Stunden Kratzen und Schleifen liegt seit gestern Abend das Laminat frei, so dass der Trocknungsvorgang jetzt am ganzen Unterwasserschiff beginnen kann. Ich muss nur noch teilweise tiefer schleifen, damit die Blasen auch überall offen sind.
Ich habe es im Freien gearbeitet. Aber bei der anstrengenden Arbeit wurde mir trotz Minustemperaturen warm.
Ich habe mir einen Festool Rotex für die Arbeit geleistet, der einen wesentlich höheren Materialabtrag hat als ein normaler Excenterschleifer. Außerdem bin auf die Schleifblätter „Abranet" von Mirka gestoßen. Diese haben eine sehr hohe Standzeit und führen aufgrund der Gitterstruktur zu einer besseren Absaugung. Diese beiden Arbeitsmitel kann ich sehr empfehlen.

Grüße

Michael

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von tobi » Mi 21. Mär 2012, 14:10

Könnt ihr mir dazu mehr sagen? Ist das Osmose, kann man das reparieren?

Ich habe das Gefühl, die Blasen waren nach dem Kranen da, dann wurde es weniger, als es so kalt war und jetzt sind sie wieder " aufgeblüht"
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HaJo
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Osmose

Ungelesener Beitrag von HaJo » Mi 21. Mär 2012, 19:30

Hallo Tobias,

Nach den Bildern zu urteilen,, handelt es sich hier nicht um Osmose, sondern im Kielbereich um Rost. Die beiden anderen Aufnahmen zeigen keine deutlichen Osmosebläschen. Prüfe dies doch einmal, in dem Du Einfach mal eine Blase aufkratzt. Riecht es nach Essig kannst Du von Osmose ausgehen. Ich denke eher, dass das vom nicht säubern Abschleifen des Unterschiffes kommt. Stichwort: Antifoolinanstrich alle 2-3 Jahre erneuern. Prüfe das mal. Bin gespannt auf Deine Erkenntnisse und hoffe nur auf gute Nachrichten!
Toi,toi,toi.

Gruß

Hans-Jörg

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von tobi » Mi 21. Mär 2012, 21:16

Ich denke auch, dass es Blasen im Anti-Fouling sind, da der Werftchef in Essen versichert hatte, das Boot sei Osmosefrei.
Da hab aber nochmal Glück gehabt hoffe ich.
Gibt es schon einen Threat, wo ich die Unterwasserschiff-Sanierung einer VA 65 genau nachlesen kann?
Mich interessiert vor allem, wie das mit dem Slippwagen ist, abschleifen, oder chemisch, Kiel sandstrahlen?
Fragen über Fragen...

HaJo
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Osmose

Ungelesener Beitrag von HaJo » Do 22. Mär 2012, 13:15

Hallo Tobias,

geh mal unter www.watie.de , dort ist das Refit einer VA. 65 gut beschrieben und bebildert.

Viel Spass.

Gruß

Hans-Jörg

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von tobi » Do 22. Mär 2012, 16:53

Vielen Dank, der link ist super! Ich war heute nochmal am Boot.
Leider handelt es sich doch um Osmose... :-(
Ich habe ein paar Blasen mit dem Cuttermesser aufgeschnitten und da kam die nach Essig stinkende Flüssigkeit raus.
Es waren auch einige helle Flecken auf dem Unterwasserschiff an denen ihrgendwelche Kristalle "blühten". Ich habe das Gefühl als wären die Blasen dort zurückgegangen und jetzt sind die Kristallreste zu sehen.
Zum Glück sind es nur wenige Stellen mit recht kleinen Blasen, nichts über Daumennagel-Größe.
Das Ruderblatt ist allerdings sehr schlimm. Viele große Blasen...
Beim Aldi Süd gab es heute so Bohrmaschinendrahtbürsten. Die hab ich vorsichtshalber schon mal gekauft...

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von greg11 » Do 22. Mär 2012, 19:02

Hallo Tobias,

bei und sahen die Blasen ähnlich und es waren auch Osmosesschäden.
Wird haben uns dann zur großen Version der Sanierung im Winter 2010/2011 entschlossen. Nach 1 Saison im Wasser sieht das Unerwasserschiff noch tiptop aus.

Große Version heißt:

- Abkratzen/Abschleifen bis einschließlich erster Laminatlage
- 2 Lagen Biaxialgewebe mit Epoxidharz auflaminieren
- spachteln
- mehrere Lagen Epoxiprimer
-Antifouling

Materialkosten ca 1000 Euro (kein Westsystem)
Außerdemdem haben wir uns einen Rotex von Festtool und einen Staubsauger gekauft, der anläuft, wenn der Schleifer eingeschaltet wird.
Arbeitszeit: 225h

Die Arbeit jetzt zu beginnen ist nicht so gut. Die Trocknung erfolgt besser im Winter bei kalter trockener Luft. Wir haben von Mitte Oktober bis Weihnachten geschliffen und im April angefangen zu laminieren.

Gruß

Michael

tobi
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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von tobi » So 25. Mär 2012, 15:35

Ich habe mich jetzt noch ein wenig schlau gemacht und auch das Buch "Rumpf und Decksreparaturen" von Don Casey gekauft.
Leider habe ich keine Erfahrung mit dem Thema und kann nur sagen, dass einige Osmoseblasen vorhanden sind, stechender Geruch usw. Leider weiß ich nicht wie schlimm es ist.
Ich würde dieses Jahr gerne mehrere Wochen fahren und frage mich, ob der Schaden sehr schlimm ist und ob ich sofort tätig werden muss.
Das Wasser lag sehr lange im Wasser und hatte nach dem Kranen deutlich mehr Blasen, jetzt sind es viel weniger geworden.
Nur ein bisschen "wurschteln" bringt nichts denke ich. Kann man sich irgendwo professionellen Rat holen?

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von HaJo » Di 27. Mär 2012, 19:30

Hallo Tobias,

an Deiner Stelle würde ich diese Saison einfach nutzen, um Dein Schiff kennen zu lernen. Bis zum Herbst würde ich mich mit den Sanierungsaufgaben vertraut machen und entsprechend Deinen
Erkenntnissen im Segler- und Werftkreis fachlichen Rat holen. Der Vorteil liegt auf der Hand:
Ersten lernst Du die Stärken und Schwächen Deines Bootes kennen und zum Zweiten auch das
notwendige Wissen, um zu entscheiden, ob die Schäden eine umfassende Sanierung Ode nur eine
oberflächliche Sanierung erforderlich machen.

Ich habe dies vor Jahren mit meiner VA. 65 , 3022, ebenfalls so gemacht und im Herbst dann die
Stellen entsprechend saniert. Im Übrigen haben sich die Blasen in dieser Zeit kaum vermehrt, sodass ich zuerst den Spass und die Freude in den Vordergrund gestellt habe. Danach war für mich klar, die notwendigen Arbeiten anzugehen. Zuvor habe ich mich belesen und selbsternannte und echte Fachleute befragt. Die vielen Tipps reichten von vollständiger Unterschiffsanierung über Verschrottung bis zur punktuellen Tiefensanieng. Fazit: Ich habe im Rahmen der bevorstehenden
Antifoulingaktion eine punktuelle Tiefensanierung gemacht und hier sehr guten Erfolg mit erzielt.

War nun etwas ausführlich, aber ich denke Du bekommst dadurch ein Gefühl und lässt Dich nicht zu sehr aufschrecken.

Toi,toi,toi und dennoch schöne Saison.

Hans-Jörg

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von tobi » Di 27. Mär 2012, 21:39

@ Hans-Jörg

Vielen Dank für die Aufmunterung! Die ersten tröstlichen Worte :?
Ich weiß echt nicht mehr wo mir der Kopf steht. Am Sonntag haben wir am Boot gebastelt: Zwei Kumpels die Trailerelektrik ( Maschinenbaustudi und gerade fertiger Elektrotechniker :lol:
Freundin hat unermüdlich den Teppich innen an den Seiten mit Waschpulver und Bürste geschrubbt, vorher teils schwarz, jetzt wie neu.
Ich hab diverse Stellen am Rumpf angeschliffen, geguckt und geprüft.
Mein Problem bei deinem Vorschlag ist folgendes:
Boot wurde Mitte Februar aus dem Wasser geholt. Seitdem ist das Boot trocken und bis jetzt gut durchlüftet, von oben trocken und sonnig.
Die Blasen, die vor allem am Ruder RIESIG waren ( das Bild mit Ruder ist direkt beim auskranen) sind viel kleiner geworden, quasi fast verschwunden. Statt dessen sind jetzt stellenweise kreisrunde Ausblühungen. Besonders weich ist da nichts, aber noch ein bisschen Flüssigkeit die nach Essig riecht.
Ich habe einfach Angst, dass ich im Sommer segeln gehe (ich will ca 3 Monate ins warme, Kroatien, griechische Inseln) und mir der Kahn wegrottet. Wegen dem schuppigen alten AF müsste ich eh was machen. Gibts da was mit Osmose-Blocker? :oops:
Meint ihr, die Blasen blähen sich extrem auf, wenn ich das Boot einen Tag, eine Woche oder einen Monat segele?
Einzelne große Blasen kann ich jetzt nicht mehr reparieren, weil die wieder kleiner geworden sind und nicht mehr sichtbar aufzufinden...
Vorschlag: Ich mache den Trailer und das Boot fit und komme mit dem Unterwasserschiff zu einer der Regatten im Frühling und lass die alten KV Hasen mal drüberschauen? In ner Werft werd ich wohl eh nur veräppelt oder besch****

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von tobi » Di 27. Mär 2012, 22:19

Hier sind aktuelle Bilder:
Ich bin auch für unqualifizierte Beileidsbekundungen dankbar ;)
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Zuletzt geändert von tobi am Di 27. Mär 2012, 22:23, insgesamt 1-mal geändert.

tobi
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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von tobi » Di 27. Mär 2012, 22:23

weitere...
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HaJo
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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von HaJo » Fr 13. Apr 2012, 22:15

Hallo Tobias,

Lass Dich nicht verrückt machen! Es ist zwar nicht schön diese Befunde am Rumpf und Ruder festzustellen, doch lässt sich hier mittelfristig was machen. Ich denke mal, dass Du diese Saison zunächst absolvierenkannst, aber für die Saison 2013 solltest Du
Dir genügend Zeit einplanen, um die Sanierungsaufgaben zu bewältigen. Wenn das
Ruder nicht mehr zu retten sein sollte, da Die Osmoseblasen zu groß sind, kannst
Du es mal im Forum versuchen? Manchmal weden gebrauchte Ersatzteile, wie
Ruder etc. Angeboten. Du solltest aber wissen,dass sich die Osmose im warmen Wasser durchaus schneller ausbreiten kann. Also plane für die Sanierungsarbeiten entsprechende Zeit ein.

So wie die Bilder aussehen, kannst Du aber getrost
Deinen Tripp nach Kroatien unternehmen. leider gibt es kein Antifouling mit Osmoseblocker,
doch mit entsprechendem Anstrich lässt sich der Prozess verzögern. also kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, wie gesagt, wenn Dir bewusst ist, dass man viel durch
eigene Im kommenden Herbst/Winter wied in Ordnung bringen kann. Schaue dir erst mal nur die großen Stellen an und schleife sie einfach mal ab, m zu sehen, wie tief die Osmose schon sitzt. Dann hast Du zumindestens erst einmal ein Gefühl für die Schäden und kannst diese zunächst gezielt behandeln, um später nach der Kroatienzeit an die Grundsanierung zu gehen.

Also Tobias nur Mut und ran! Denke an den Lohn der Arbeit.

Bis die Tage.

PS. Ich habe an meinem Rumpf auch einige Unregelmäßigkeiten, die durch falsches
aAbschleifen des AF durch den Vorgänger entstanden sind und werde diese erst in 1 oder 2 Jahren
grundlegend bearbeiten, da dies wirklich eine sch....... Arbeit ist.

HaJo
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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von HaJo » Fr 13. Apr 2012, 22:16

Hallo Tobias,

Lass Dich nicht verrückt machen! Es ist zwar nicht schön diese Befunde am Rumpf und Ruder festzustellen, doch lässt sich hier mittelfristig was machen. Ich denke mal, dass Du diese Saison zunächst absolvierenkannst, aber für die Saison 2013 solltest Du
Dir genügend Zeit einplanen, um die Sanierungsaufgaben zu bewältigen. Wenn das
Ruder nicht mehr zu retten sein sollte, da Die Osmoseblasen zu groß sind, kannst
Du es mal im Forum versuchen? Manchmal weden gebrauchte Ersatzteile, wie
Ruder etc. Angeboten. Du solltest aber wissen,dass sich die Osmose im warmen Wasser durchaus schneller ausbreiten kann. Also plane für die Sanierungsarbeiten entsprechende Zeit ein.

So wie die Bilder aussehen, kannst Du aber getrost
Deinen Tripp nach Kroatien unternehmen. leider gibt es kein Antifouling mit Osmoseblocker,
doch mit entsprechendem Anstrich lässt sich der Prozess verzögern. also kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken, wie gesagt, wenn Dir bewusst ist, dass man viel durch
eigene Im kommenden Herbst/Winter wied in Ordnung bringen kann. Schaue dir erst mal nur die großen Stellen an und schleife sie einfach mal ab, m zu sehen, wie tief die Osmose schon sitzt. Dann hast Du zumindestens erst einmal ein Gefühl für die Schäden und kannst diese zunächst gezielt behandeln, um später nach der Kroatienzeit an die Grundsanierung zu gehen.

Also Tobias nur Mut und ran! Denke an den Lohn der Arbeit.

Bis die Tage.

PS. Ich habe an meinem Rumpf auch einige Unregelmäßigkeiten, die durch falsches
aAbschleifen des AF durch den Vorgänger entstanden sind und werde diese erst in 1 oder 2 Jahren
grundlegend bearbeiten, da dies wirklich eine sch....... Arbeit ist.

Viele Grüsse

Hans-Jörg

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von tobi » So 15. Apr 2012, 16:43

Update:

Ich habe heute mit einem Feuchtigkeitsmessgerät für Holz und Stein Messungen am Boot vorgenommen. Einstellung auf Holz:
Am Unterwasserschiff waren Werte zwischen 5% an den von Osmose offensichtlich nicht betroffenen Stellen, bis zu fast 20% an stark betroffenen Stellen.
Spitzenreiter mit fast 30% war das ziemlich verottete Totholz.
Auch wenn die Werte vielleicht nicht absolut und exakt stimmen kann ich den Kauf eines solchen Gerätes sehr empfehlen.
Meines ebay 18€!
Selbst wenn die Blasen zurückgegangen sind, kann man sehr gut die schadhaften Stellen erkennen.

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von Skyline2000 » Mo 16. Apr 2012, 13:38

Hi Tobi,

wie gewünscht Antwort im Osmose-Tröt :)

Also mein Kiel sah auch so aus: Total rissig, der Lack blätterte mit teilweise mm-dicken Schichten ab. ABER: Bei Abschleifen bis auf die Werksgrundierung stellte ich fest, dass das eigentliche Kiel rostfrei war bis auf einige wenige stellen. Ich habe das gesamte Kiel mit 60er Fächerschleifaufsatz für die Flex in 2h vom alten Lack befreit und danach konserviert mit rostschutz.

Ich hatte am unterwasserschiff auch bläschen - die kamen zum Glück aber, wie oben von den Kollegen schon beschrieben, vom schlechten voranstrich. Drunter war alles trocken. Dennoch: Selbst wenn es hier feucht ist: da hilft nur abschleifen. den unterwasserbereich habe ich dann mit Epoxi versiegelt, 2x AF drauf und fertig. Mit einer 3cm-dicken Schrubbscheibe (das Teil sieht aus wie ein harter Schwamm) als Flexaufsatz geht das bei den großen Flächen relativ schnell - aber vorsicht, mit dem Aufsatz kommt man bei zu hohem Druck und zu hoher Drehzahl schnell INS Laminat :roll:

Das Totholz habe ich entfernt, das zog Wasser bis unters Cockpit. Es wurde mal unsauber ans Unterwasserschiff anlaminiert und war schlussendlich komplett morsch - ich habe einmal dran gewackelt und es zerfiel in alle seine Lagen. Die Löcher habe ich mit Glasfaser und Epoxi zu laminiert - einfach unten abkleben und von oben bündig epoxi reinlaufen lassen.....kannst Dir natürlich auch bei MG ein Neues bestellen, wenn das Geld für den, in meinen Augen, geringen Effekt ausgeben willst.

In jedem Fall: GUTES GELINGEN!!

PS: Son Feuchtemesser kostet im Baumarkt 9 EUR. Du solltest aber mit den spitzen Messfühlern aufpassen, damit ist schnell mal zu weit ins Laminat gedrückt ;) Im Übrigen sind 5-10% Restfeuchte normal - da spielt auch die Umgebungsluft und deren Feuchtegehalt eine Rolle. Mein überdachter Schuppen mit 20cm starken Balken, die 40 Jahre alt sind und seither trocken aufliegen, hat auch jetzt noch 5-12% Restfeuchte, je nach Wetterlage. 30% hingegen ist schon ne Hausnummer - ähnelt frisch gespaltenem Kaminholz ;)

Grüße
Stephan
Grüße!!

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von Bodi » Mo 16. Apr 2012, 14:44

... hat geschrieben:Also mein Kiel sah auch so aus: Total rissig, der Lack blätterte mit teilweise mm-dicken Schichten ab. ABER: Bei Abschleifen bis auf die Werksgrundierung stellte ich fest, dass das eigentliche Kiel rostfrei war bis auf einige wenige stellen. Ich habe das gesamte Kiel mit 60er Fächerschleifaufsatz für die Flex in 2h vom alten Lack befreit und danach konserviert mit rostschutz.
Wie bist du an die Unterseite vom Kiel gekommen? Kran?


Ich muss den Kiel auch sanieren und überlege verzweifelt, wie ich den Kahn angehoben bekomme ohne dass das Boot umfällt.

Gruß
Michael
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http://mathilde.bootslog.de/a-es-wurde- ... rianta-65/

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von Skyline2000 » Mo 16. Apr 2012, 15:41

Hi, naja das Boot lag bug- und heckseitig auf nem Stapel halber EUR-Paletten auf. Wir haben den Stapel so hoch gemacht, das wir gerade unters Kiel kamen. Möglich war das durch den riesigen Trailerhänger mit Zugmaschine vom Hafen. Die Hydraulik hat uns das Boot in die gewünschte Höhe gebracht, fixiert, abgelassen und fertig.
Grüße!!

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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von HaJo » Di 17. Apr 2012, 14:08

Hallo Tobias,

Ich kann Stephan nur beipflichten. Hinsichtlich des Totholzes habe ich zurzeit das gleiche Problem.
Am kommenden Wochenende werde ich mich diesem Problem stellen. Sollte es tatsächlich bis zu
Den Schraubenansätzen/Rumpf morsch sein, werde ich dieses kompl. Entfernen und die Löcher einfach zu laminieren. Hintergrund: Habe stets etwas Wasser unterm Cockpit und daraufhin das Skeg geprüft. Ich denke, es zieht Wasser.

Zwar wird die Anströmung am Ruder etwas unruhiger, aber bei MG ca. 250,-- € ausgeben, ist auch etwas zu überzogen und kann für andere Dinge sinnvoller ausgegeben werden.

Hinsichtlich der Kielsanierung bezüglich Michaels Beitrag, habe ich im letzten Jahr an einem weniger frequentierten Tag die VA. Mit dem Marinakran angehoben und mittels Sandstrahlung
Von Rost befreit. Gerät ausgeliehen und an einem Tag innerhalb von 2 Std. Durchgezogen. Anschl. Die VA. Wieder in den Bock gesetzt und die Stellen mittels Grundierungsauber wieder aufgebaut.
Final mit AF bestrichen unnachgiebig 1 Woche die VA. Ins Wasser gesetzt.

Ok, geht nur, wenn der Hafenmeister, Kranführer für kleines Geld mitspielt.

Fragen kostet nichts und in der Woche haben die meistens etwas Zeit für derartige Dinge frei.

Viel Glück

MfG

Hans-Jörg

Jodokus
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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von Jodokus » Mi 18. Apr 2012, 20:04

Der Tipp Farbe drüberzuschmieren, in Urlaub zu fahren und dann im Winter zu reparieren ist Super! Genau so ein Boot hat einer meiner Bekannten vor einigen Jahren gekauft. Das Ergebnis war, dann, dass aus kleinen Schäden grosse geworden waren und dass alles, was darübergeschmiert worden war fast von allein herunterfiel.
Lies Dir bitte einmal diesen Text zum Thema Osmose durch.
http://www.gutachter-bootsbau.de/beispiele/osmose2.htm
Dort stehen auch Angaben zum Feuchtegehalt.
Ich selbst habe bisher 7 Boote saniert, so dass ich denke, zu wissen, wovon ich schreibe. Das kleinste war eine VB Jolle und das grösste eine Neptun 24 und alle erfreuen sich bester Gesundheit. Wie jemand 225 Stunden für ein Unterwasserschiff aufwendet ist mir ein Rätsel. Auch das Schleifen des Unterwasserschiffes als Martyrium darzustellen ist reichlich übertrieben. Wenn Du nur halbwegs fit bist, einen 2ten Mann motivieren kannst Dir zu helfen ( mit helfen meine ich Hände schmutzig machen und nicht diskutieren) nicht gerade 2 linke Hände hast und vernünftiges Werkzeug, das man nicht kaufen muss sondern leihen kann, ist die Sache nach 4 Wochenenden erledigt, was sich ungefähr mit dem deckt, was der Bootsbauer veranschlagt hat.

Tramontana
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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von Tramontana » Mi 18. Apr 2012, 22:11

Hallo,

die Aktion, das Unterwasserschiff von Farbe zu befreien und mit VC-tar und AF neu zu streichen, habe ich gerade hinter mir.

Ich habe dazu den sog. Vacuum-Scraper (bei Compass) besorgt, das ging echt gut und dank Staubsaugeranschluss einigermassen sauber. Schleifen wuerde ich nicht, um das Laminat nicht zu beschaedigen.

Die Einschaetzung, das in 4 Wochenenden durchzuziehen, teile ich ohne Weiteres, selbst mit Spachteln und stellenweise Laminieren. Der Neuanstrich selbst war bei 4x Grundierung und 1x Antifouling an einem langen WE erledigt. Geht zwar in die Arme, aber machbar und lohnt sich.

Gruss

Ralf

tobi
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Re: Osmose

Ungelesener Beitrag von tobi » Mi 18. Apr 2012, 22:29

@ Ralf

Kannst du beschreiben, wie du das Boot gelagert hast? Auf dem Slippwagen, aufgebockt?

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