Holzart Ruderpinne

Felixx
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Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mi 25. Okt 2017, 04:07

Liebe Varianta-Gemeinde, ich möchte meine Ruderpinne sanieren.
Bis jetzt war sie farblos lackiert. Der Lack blättert aber inzwischen extrem ab.
Frage ist, aus welchem Holz die Pinne eigentlich ist. Ich gehe davon aus, dass es die Original-Pinne ist.
Wenn es Teak wäre, dann ist es doch eigentlich Quatsch, das Ding zu lackieren - oder?
Reicht dann nicht etwas Teak-Öl?
Oder hat Dehler damals gewöhnlicheres Holz genommen, welches man doch lackieren muss?
Eventuell hat jemand einen Tipp für mich!?
Danke im Voraus an alle - Grüße, Felix
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Grisu
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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Grisu » Mi 25. Okt 2017, 11:20

Hi Felix, das habe ich mal geschrieben:
viewtopic.php?f=8&t=1835&p=5742&hilit=ruderpinne#p5742
Gruß
Gert

Felixx
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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mi 25. Okt 2017, 13:44

Hi Gert - danke - das ist auch meine Überzeugung: Ölen!
Das habe ich mit allen anderen Teakholzteilen an Bord auch so gemacht - jedes Jahr ein bisschen mit Öl einreiben.
Ggf. vorher etwas fein anschleifen, wenn überhaupt...
Das Rätsel ist nur noch, aus welcher Holzart meine Pinne nun wirklich ist.
Ich bin leider zu doof, das zu erkennen.
Ich hänge noch mal zwei Fotos ran - vielleicht erkennt ja einer, was für Holz das ist...
Danke für Deine Antwort Gert und Grüße in die Runde, Felix
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kosarsegler
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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von kosarsegler » So 12. Nov 2017, 16:19

Hallo Felix,
das helle Holz müsste Esche sein, beim rotbraunen bin ich unsicher.
Grundsätzlich halte ich beide Möglichkeiten für machbar.
Bei mir ist alles Holzwerk gestrichen. Das sich intakter Lack vom Holz löst habe ich noch nicht festgestellt. Im Umkehrschluß reicht aber auch für anderes Holz regelmässiges Ölen als Schutz. Bei extremer UV-Belastung wie im Mittelmeer und Karibik sollte ein UV-Schutz drin sein, sonst bleicht es schnell aus.
Ich sehe den Unterschied eher im Arbeitsaufwand: oft einfach mal mit dem öligen Lappen drüber oder in weiteren Abständen etwas mehr Aufwand für Schleifen und Streichen.
Geöltes Holzwerk fühlt sich für mich etwas angenehmer an. Das ist bei Holzwerk wie der Pinne, das man viel in Händen hält, vielleicht auch ein Aspekt.
Gruß Walter
P.S.: Hier ein Bild der lackierten Pinne. Man erkennt leichter die unterschiedlichen Lagen.
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Felixx
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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Felixx » Di 14. Nov 2017, 15:31

Hallo Walter, danke für Deinen Post.
Jetzt habe ich die Pinne mal geschliffen und nun wird überhaupt erst die Holzstruktur erkennbar...
So langsam erkennt man, dass meine Pinne quasi ebenso aussieht, wie Deine.
Ist vermutlich noch das Originalteil!?
Ich bin immer noch am überlegen ob lackieren oder lasieren oder ölen...
Vielleicht gibts ja hier im Forum noch weitere Tips dazu...

Da ich alle sichtbaren Hölzer im Außenbereich nur geölt habe - das ist allerdings sonst alles Teak - würde ölen schon passen.
Das Anfühlen ist wirklich auch ein guter Aspekt.

Ich hab nur Sorge, dass das Ölen nicht ausreicht und ich die Pinne spätestens nach ein, zwei Jahren komplett wiederaufarbeiten muss. Zumal dann Lack auf geöltem Holz nicht gut hält...

Grüße, Felix
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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Gaudet » Di 14. Nov 2017, 15:42

Ich hatte die Pinne erst geölt.
Sah gut aus. Fühlte sich gut an. Muss aber in der Saision nachgeölt werden.
Da die Pinne verleimt ist und ich nicht riskieren wollte das sie Schaden nimmt ist sie nun lackiert. Und wird jeden Winter 2 mal nachlackiert.
Alles andere Holz ist bei uns geölt.

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Felixx » Di 14. Nov 2017, 19:16

ja, das dachte ich mir auch so ungefähr... dann werd ich mich wohl doch mal nach einem guten Lack umschauen...

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Grisu » Mi 15. Nov 2017, 13:46

Hallo Leute,

Ich hatte meine Ruderpinne mit Perfection (2K-Epoxy Klarlack) gestrichen, 5x nach Vorschrift.
Nach 2-3 Jahren blätterte die Farbe ab. Das gute war, sie lies sich ganz leicht entfernen, da sie überhaupt keine Haftung zum Untergrund hatte.

Es gibt aber auch vereinzelte Stimmen, die lackieren von Teak für möglich halten. Hier eine kleine Auswahl von Diskussionen:
https://www.boote-forum.de/showthread.php?t=48728
http://forum.yacht.de/archive/index.php/t-97216.html
http://www.woodworker.de/forum/teakholz ... 12809.html
usw. usw.

Michael, was meinst Du mit "musste nachgeölt werden"? Was wäre ohne nachölen passiert?
Ich glaube, Teakholz sollte tatsächlich regelmäßig geölt werde, ich mach es in der Winterpause.
Jeden Winter die Ruderpinne neu zu lackieren ist wohl die Lösung für alle, die eine matte Oberfläche nicht ertragen.
Wenn sie dafür aber jedesmal abgeschliffen werden muss, nimmt natürlich auch die Holzstärke mit der Zeit ab.
Abgesehen davon wäre mir die Arbeit zu viel.
Ich habe auch Überzüge gesehen, die man bei Nichtgebrauch über die Pinne stülpt.

Gruß
Gert

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mi 15. Nov 2017, 15:14

Hi Gert - ich glaube, das Problem ist: die Pinne ist aus (vermutlich) Mahagoni und Esche schichtverleimt. Bei Teakholz wäre das tatsächlich keine Sache. Ich habe sämtliches Teak an Bord weitestgehend unbehandelt gelassen - da ich das grau schön finde.
Wäre die Pinne aus Teakholz, würde ich nichts weiter machen.
Wenn Deine Pinne aus Teakholz ist, dann sei froh :-)

Aber jetzt nach dem Endschleifen sieht meine Pinne genau so aus wie die von Walter.
Diese Holzarten brauchen evtl. mehr als nur Öl?
Ein, zwei mal im Jahr mit dem Lappen etwas Nachölen war ja die Grundidee.
Ich habe jetzt den Horror, dass ich das Ding jetzt mühsam von Lack befreit habe und dann lackiere ich sie aufwändig und in zwei, drei Jahren geht der ganze Stress wieder von vorne los...
Daher der Öl-Gedanke.
Aber reicht das für Mahagoni/Esche?

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Grisu » Mi 15. Nov 2017, 17:33

Hi Felix,
mir ist nicht bekannt, dass Dehler unterschiedliche Ausführungen gehabt hätte. Aus dem Bild in Deinem 2. Posting "Pinne 3.jpg", bei dem deutlich eine silbergraue Färbung zu sehen ist, schliesse ich, dass das dunkle Holz Deiner Pinne aus Teak ist, wie ich es auch bei mir vermute. Von Mahagoni kenne ich diese Ergrauung nicht, bei Teak ist es aber absolut bekannt.
Gruß
Gert

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mi 15. Nov 2017, 18:26

Teak wäre ja super...
Schau mal - ich habe sie heute noch mal weiter geschliffen - so sieht es jetzt aus.
Ich fürchte, der Grauton kam von Verschmutzungen/Verfärbungen.

Ich hoffe, ich nerve mit dem Thema nicht - Grüße, Felix
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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Grisu » Do 16. Nov 2017, 13:04

Nerven? Wen, womit? Ich finde es gut, die Meinung anderer zu hören, gerade wenn es nicht meine ist.
Deine Pinne wird in ein paar Monaten wieder grau sein, es sei denn Du lackierst sie, dann aber regelmäßig immer wieder, oder Du Ölst sie, auch regelmäßig, vielleicht noch öfter. Ölen dauert 5 Minuten, Lackieren 1 Stunde + Aufarbeiten, Montage/Demontage etc.
Hier ein Bild mit einer Schutzhülle.
Bild
Gruß
Gert
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CIMG1618.JPG
Schutzhülle Ruderpinne

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Felixx » Do 16. Nov 2017, 15:41

Ja, an so einen Pinnen-Überzieher :-) hatte ich gestern auch schon gedacht und bereits die alte Nähmaschine herausgeholt...

Michael hatte geschrieben, dass er auch geölt hatte und dann wegen der Verleimung Schäden befürchtete.
Ich habe das auch heute irgendwo gelesen, dass die Verleimungen auf Dauer nerven können, da das Holz an diesen Stellen das Öl anders/weniger aufnimmt und es zu Aufquellungen führen kann. Vielleicht meinte er das.
Nach langem hin und her und abwägen hab ich mich jetzt doch erst einmal für das Ölen entschieden - plus Überzieher und ab und an mal mit dem Öllappen ran - das erspart wenigstens das nervige abschrauben der vielen Anbauteile...

Wenn es Ärger wegen der Verleimungen geben sollte, dann muss ich halt nächste Saison doch noch mit Lack ran. Kunstharzlacke halten auch auf vorgeholtem Holz.
Ist ein Experiment.

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Flipflop » Do 1. Feb 2018, 14:28

Ich stehe jetzt auch vor der Frage Pinne neu lackieren oder ölen.
Gibt's denn mittlerweile weitere Erfahrungen/Meinungen dazu?

Vari-Phil
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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Vari-Phil » Mi 3. Jun 2020, 08:39

Flipflop hat geschrieben:
Do 1. Feb 2018, 14:28
Ich stehe jetzt auch vor der Frage Pinne neu lackieren oder ölen.
Gibt's denn mittlerweile weitere Erfahrungen/Meinungen dazu?
+1
Viele Grüße
Phil

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mi 3. Jun 2020, 19:11

Dann berichte ich mal - nun nach fast zwei Jahren im Außeneinsatz kann ich sagen: ölen ist ausreichend. Ich habe mir noch einen "Überzieher" genäht - so wie Gert das gemacht hat - funktioniert super. Bis jetzt bin ich ein-zweimal im Jahr mit einem Ölläppchen kurz drüber - sieht nach wie vor gut aus. Und die Verleimungen sind bis jetzt ohne Schäden...

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Vari-Phil » Mi 3. Jun 2020, 19:36

Vielen Dank! Super!
Meine Pinne ist nämlich ebenfalls lackiert und wie das aussieht kann sich ja jeder vorstellen :?
Viele Grüße
Phil
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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Flipflop » Di 9. Jun 2020, 13:30

Ich hatte mich übrigens seinerzeit für Lackieren entschieden und bin bisher zufrieden damit.

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Oblomow » Fr 11. Sep 2020, 09:56

Hallo Felix, danke für Deinen Erfahrungsbericht. Stehe ebenfalls vor einer Pinnenrestauration ...
Welches Öl hast Du verwendet? Teakholz-Öl?

Gruß!

Peter.

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Felixx » So 13. Sep 2020, 01:15

Ja, genau - Teak-Öl.
Ich bin davon ausgegangen, dass die Hälfte der Pinne aus Teakholz besteht...
Im Winter habe ich das Ruder zu Hause gelagert, im Sommer ist der Überzieher drauf, wenn ich nicht mit dem Boot unterwegs bin.
Der Pinnenschaft ist schön griffig und sieht nach wie vor prima aus.

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Re: Holzart Ruderpinne

Ungelesener Beitrag von Oblomow » So 13. Sep 2020, 16:58

Mein Boot ist Bj 73 mit Originalpinne. Habe deshalb mal einen Tischler gefragt, aus welchem Holz die Pinne hergestellt wurde. Es ist komplett Esche, alle Lagen. Kann also geölt oder lackiert werden. Beides ist möglich. Wer eine vorher geölte Pinne lackieren möchte, findet bei International einen geeigneten Lack, der über ehemals Öl hält ...
Werde meine Pinne aber auch ölen. Ist einfach praktischer in der Unterhaltung.

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