Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Rumburacker
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Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Rumburacker » Di 10. Sep 2019, 20:10

Hallo zusammen,

schimpft nicht... ich bin neu hier ;-)

Und eine Varianta 65 von 77 habe ich auch "neu", dh. Frischling auf diesem Gebiet und insb. was die Ausrüstung mit Solar angeht. Vielleicht könnt ihr mir einen Rat / Tip / Erfahrung geben und zwar, weil ich trotz Wühlen im Forum nicht richtig fündig geworden bin.

Meine Varianta möchte ich mit Solar ausstatten für den Einsatz auf einem See (überschaubar groß) und zukünftig vielleicht mal für eine Woche in Holland im Binnenmeer wie folgt:
1) Akku
- Erster Akku für E-Motor (hatte so an einen 80Ah gedacht für An-/Ablegen und Flautenschieben. Gibt es hier einen guten und günstigen zu empfehlen?
- Zweiter innenliegend für Verbraucher. 40/45Ah sollten dicke reichen oder? Auch hier: gibt es da eine Empfehlung, der schön in das Batteriefach passt?

2) Solarpanel
Dachte an ein monokristalines, biegsames auf der Luke angebracht. 50W sollten reichen oder? Auch hier ist der Markt so unübersichtlich... Was soll ich nur für eins nehmen?

3) Solarregler
Das wird bestimmt das spannende. Der sollte die 2 Akkus unabhängig regeln. Spätestens hier breche ich bei der Suche zusammen. Welcher ist denn für diese simple Aufgabe auf meiner Nussschale zu empfehlen. Ggf. noch mit einer Anzeige.

Und zu guter Letzt oute ich mich noch:
Wie und was und wo verkabel ich das denn alles bzw. ideal?

Vielen Dank schon einmal für die wertvollen Tips
Daniel

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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Benns » Mi 11. Sep 2019, 08:45

Hallo Daniel,

ich bin da auch noch am Planen. Ob das Modul ausreicht solltest du dir einmal selbst ausrechnen, mit deinen Werte des Verbrauchs und der Verbrauchsdauer. In meinem Fall müsste ein deutlich kleineres Modul auch schon reichen, mit ein bisschen Reserve favorisiere ich gerade dieses hier: https://www.offgridtec.com/generatoren/ ... xibel.html Die möchte ich gerne fest auf dem Schiebeluk verkleben und die Kabel dann über eine Schleppkette führen. Ähnlich wie im Praxistipp zu Solar gezeigt.

Da ich mit nur einer Batterie auskommen möchte kann ich dir bei der Frage leider nicht weiter helfen. Auch einen Laderegler habe ich noch nicht ins Auge gefasst.

Viel Spaß beim Segeln und viel Erfolg beim Basteln!

Benjamin

Rumburacker
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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Rumburacker » Mi 11. Sep 2019, 10:29

Hi Benjamin,

ich hätte jetzt der Unabhängigkeit wegen auf 2 Akkus gesetzt. Was spricht denn für einen Akku, bzw. wie dimensionierst Du denn den einen Akku für Motor und Verbraucher? Der muss ja schon Wumms haben oder?
Und welchen Akku nimmst Du / nimmt man idealerweise?

Mit dem Ausrechnen tue ich mich momentan schwer - keine Ahnung was ich an Leistung für den Motor planen sollte. Und mit welchen Verbrauchern ich rechne (da Bauchgefühl recht wenig).

Schöne Grüße
Daniel

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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Mi 11. Sep 2019, 13:34

Hi Daniel,
willkommen und keine Angst, wir sind nicht das Yacht-Forum, hier wird nicht geschimpft :D

Bei dem Panel kann ich nur sagen, es muss Beschattung vertragen. Manche Panels sind so verschaltet, dass die Leistung einbricht, wenn z.B. der Schatten des Großbaumes einige Zellen abdeckt.

Gel-Bleiakkus sind die richtige Wahl. AGM sind teuer, weniger Zyklenfest und ihren hohen Starterstrom brauchst du nicht. Wie weit Preis/Leistung bei den prinzipiell besseren Li-Ion schon mithalten, weiß ich nicht. Ich denke, denen gehört die Zukunft.

Von der Kapazität steht dir nur 50% zur Verfügung, sonst halten sie nicht so lange.
Also bei 44Ah solltest Du regelmäßig nur 22A entnehmen.
Passt ein 44Ah Akku in den Batteriekasten? Oder ein größerer? Ein Akku in der Bakskiste vergrößert die Sowieso schon unangenehme Hecklastigkeit.

Welche Verbraucher hast du? Innenbeleuchtung, Radio, Wasserpumpe? ...?
Hast du Positionslichter? Auf einem kleinen See genügt ein Rundumlicht, sprich Taschenlampe.
Hast du LEDs oder Glühbirnen in Verwendung?

Wie groß ist der See? Wenn plötzlich Sturm aufkommt ist der Anker besser als der Motor.
Also maximale Fahrstrecke? Maximaler Wind, bei dem du noch motoren willst? Es gibt Situationen, da kommst du mit 6PS nicht gegenan, also alles hat Grenzen.

Z.B. mit einem 500Watt Minnkota kannst du 1/2 Stunde Vollgasfahrt machen, bei 44Ah Akku.
Hast dann noch 1/2 Stunde Notreserve, die allerdings auf die Akkulebensdauer geht.

Ich mache jetzt erstmal einen Punkt, gib mal noch mehr Infos.

Gruß
Gert

Rumburacker
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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Rumburacker » Mi 11. Sep 2019, 14:17

Hallo Gert,

mit etwas Erfahrung (die mir fehlt) vollkommen berechtigte Fragen. Ich versuche mal so gut es geht zu antwortent:

Akku in Batteriekasten:
Spricht ja für 2 Akkus (wobei meine Frage dann nach Verkabelung bzw. Laderegler speziell wird). Einen in die Batteriekiste (oder wie aktuell da wo die Toilette hätte sein können - ist ja ziemlich groß) und einen in der Bakskiste. Insofern verteilen.

Verbraucher momentan (auf kleinem See):
Innenbeleuchtung, Rundumlicht (beides Glühbirnen), und Handy/Notebook.

Verbraucher zukünftig (Holland Binnenmeer) vermutlich zusätzlich:
Positionslichter (auch Glühbirne)

E-Motor / See:
Durchmesser 1000m. Maximale Fahrstrecke insofern Ablegen + 1000km ungünstig mit Gegenwind + Anlegen (wenn das zurückkommen nicht geht - logischerweise Ankern oder Signalrakete ;-) )
Beim Kauf war ein Minnkota (irgendwas mit 40 steht drauf)


Frage mich aber immer noch, ob man einen dicken Akku besser nimmt (so wie Benjamin plan) oder unabhängig zwei (REdundanz). Wenn nur einer und das kombiniert mit Deinem Hinweis der Hecklastigkeit, dann könnte man ggf. einen dicken in die Toilettenbox stecken.

Schöne Grüße
Daniel

Grisu
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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Mi 11. Sep 2019, 18:27

Wenn du einen Motor mit (ausschließlich) E-Starter hast, ist eine extra Starterbatterie empfehlenswert. Anderer Fall, Ankerwinde im Bug, wegen des hohen Peakstroms wird manchmal hier eine Extrabatterie vorgesehen, um zuviel dicke, schwere Kabel zu vermeiden.
Jede Batterie muss im Winter ausgebaut und gelagert werden, braucht Erhaltungsladung und alle paar Jahre Erneuerung. Dazu das Problem mit Doppelladegerät. Brauchst ja vielleicht auch mal ein Landstromlader, abends gibts keine Sonne fürs Solarmodul. Lieber eine Große, meine Empfehlung.
Wie gesagt, ich würde Schwergewichte im Heck vermeiden, die Toilettennische halte ich auch für optimal, egal wieviel Batterien.
Den Minn-kota Endura 40 (habe ich nie gesehen, bin aber E-Techniker), müsstest du gerade so mit 6mm² verkabeln können, Vorteil: kein Spezialwerkzeug. Mit 40A absichern! Kannst auch 2x6mm² parallel legen um den Leistungsverlust zu verringern. Die Vari hat unterm Schandeck Wülste, wo Backbord schon Kabel liegen. Mit dazu legen, oder Steuerbord hineinfriemeln.
Glühbirnen sind echte Akkufresser, die würde ich sowieso austauschen. Ein Notebook kann sehr viel verbrauchen, auch einen 44Ah Akku an einem Abend leersaugen, dass müsstest du schon genauer prüfen, welches und wie lange.
0,5sm machst du im Extremfall bei 1kn in 0,5h, danach reichen 44Ah. Nach einer abendlichen Sturmfahrt, musst du ja nicht auch noch 5h Videos schauen. Vielleicht kaufst du erst mal einen ausrangierten USV-Akku mit 44Ah (gibts in der Bucht), und sammelst Erfahrung.

Gruß
Gert

Rumburacker
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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Rumburacker » Mi 11. Sep 2019, 21:04

Hi Gert,

erst mal vielen Dank!

Fasse (für meinen Gebrauch) zusammen, bzw. habe ich das richtig verstanden:
Ein Akku reicht (für wenig Verbraucher und den kleinen E-Motor). Der am besten am Mast in die Toilettenkiste. Vom Akku 6mm Kabel (am besten 2x 6mm) hinten zum Motor.
Akku mit Solarregler verbinden. und weiterhin Kabel vom Solarregler zum Schaltpanel (bzw. das Kabel liegt ja schon).

Meine noch offene Fragen:
- Wo am besten den Solarregler anbringen? Vermutlich in der Nähe vom Akku oder?
- Für Dummies: was für eine 40A Sicherung und wo soll ich denn anbringen? Wäre "40A SET Sicherungshalter+Sicherung Blattsicherung 40x10mm Blattsicherungshalter" bei ebay was passendes?
- Und die Sicherung dann zwischen Akku und E-Motor?

Schöne Grüße
Daniel

Grisu
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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Do 12. Sep 2019, 00:26

Bitteschön :)
Von der Batterie zur Blattsicherung (+) und einer Cu-Schiene (-) empfehle ich vorkonfektioniertes Batteriekabel z.B. 14mm².
https://www.ebay.de/itm/Batteriekabel-1 ... OSwtCJdaUx~
Kabelschuhe nach Erfordernis natürlich.

Minn-Kota empfiehlt allerdings 50A Absicherung, ohne eine Auslösecharakteristik anzugeben.
Ich würde trotzdem 40A nehmen, und eine 50A Sicherung mitkaufen, falls die 40er durchbrennt.
Da muss ich aber schreiben, auf dein eigenes Risiko, theoretisch darfst du 6mm² nicht mit 50A absichern.
40A ist auch schon viel, die Kabel gut belüftet verlegen.
Von der Sicherung zum Trennschalter am Besten auch Batteriekabel 14mm².
Alles andere hinter den Trennschalter anschliessen.
Optimal wäre, hinter dem Trennschalter eine weitere Sicherung für den Motor zu setzen, damit das Licht nicht ausgeht, wenn der Motor Überstrom verursacht. Dann musst du aber vor den Schalter 50A setzen und für den Motor 40A (falls die hält, was sie aber müsste).
Nimm für den Motoranschluss auf jeden Fall 2x6mm², schon wegen des Spannungsabfalles.
Im Übrigen über 35A mit 6mm² zum Sicherungsverteiler (Leuchten, Steckdosen).
Zum Ladegerät über eine 5x20 Feinsicherung, Strom nach max. Ladestrom.
Das Ladegerät neben die Batterie, ein gutes steuert die Ladespannung batterieschonend nach der Temperatur.

Ich hoffe, das war eine erschöpfende Auskunft :D

Gruß
Gert

Grisu
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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Do 12. Sep 2019, 12:33

Ich muss noch nachtragen, alles ohne Gewähr!

Rumburacker
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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Rumburacker » Do 12. Sep 2019, 16:49

Hallo Gert,

erstklassige Darstellung! Vielen Dank für die Hilfe!

Schöne Grüße
Daniel

Gaudet
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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Gaudet » Mo 16. Sep 2019, 00:17

Wenn Du Kabel gut belüftet verlegen musst ist was im Argen.
Was machst Du im warmen Sommer?
Sorry. Fackel das Boot nicht ab.
Kabelquerschnitte hängen von der Länge ab.

Lies dich hier mal ein.

http://www.kavenga-segeln.de/41776.html

Ich habe alle Kabel durch den Auftriebskörper gelegt, in Leerrohren. Damit nichts durchscheuert.

Verbrauchern sind Kompressorkühlbox, Handyladegeräte, Radio, gelegentlich E-Motor Rhino VX28 mit ca 32A Stromaufnahme. In der Reihenfolge.
Verbaut ist eine 80AH AGM Batterie für alles im Batteriefach vorm Mast. Das musste ich vergrössern.

Genaueres muss ich erst nachsehen, alle Daten habe ich grad nicht parat.

Grisu
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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Mo 16. Sep 2019, 13:53

Gaudet hat geschrieben:
Mo 16. Sep 2019, 00:17
Wenn Du Kabel gut belüftet verlegen musst ist was im Argen.
Ich habe die Verlegeart nach VDE 0100 in Laiensprache übersetzt. Hier liegt nichts im Argen.

Gaudet hat geschrieben:
Mo 16. Sep 2019, 00:17
Was machst Du im warmen Sommer?
Sorry. Fackel das Boot nicht ab.
Kabelquerschnitte hängen von der Länge ab.
Kabelquerschnitte wählt man zuerst nach der Stromaufnahme des Verbrauchers und der dadurch notwendigen Leitungsabsicherung. Diese wiederum u.A. von der Verlegeart (s.o.). Die Länge habe ich bei meinem Vorschlag 2x6mm² berücksichtigt (5% Spannungsabfall bei Volllast). Bei 12mm² werden die Kabel erst recht nicht zu warm.

Gaudet hat geschrieben:
Mo 16. Sep 2019, 00:17
Lies dich hier mal ein.

http://www.kavenga-segeln.de/41776.html
Danke für die Tabelle des germanischen Lioyd. Ich möchte eigentlich auch nicht die Verantwortung tragen, einem Laien, aus Gründe der Machbarkeit, Leitungsabsicherung nach VDE 0100 zu raten.
Die Tabelle solltest du auch Minn-Kota zukommen lassen. die empfehlen für 6mm² sogar Absicherung mit 50A (Seite 36).
https://minnkotamotors.johnsonoutdoors. ... aC2-40.pdf
Der germanische Lioyd fordert aber 16mm². :roll: Vielleicht kann man ja das teure Profiwerkzeug leihen.

Gaudet hat geschrieben:
Mo 16. Sep 2019, 00:17
Ich habe alle Kabel durch den Auftriebskörper gelegt, in Leerrohren. Damit nichts durchscheuert.

Verbrauchern sind Kompressorkühlbox, Handyladegeräte, Radio, gelegentlich E-Motor Rhino VX28 mit ca 32A Stromaufnahme. In der Reihenfolge.
Verbaut ist eine 80AH AGM Batterie für alles im Batteriefach vorm Mast. Das musste ich vergrössern.
Da du ja Sicherheit groß schreibst, ich wollte Daniel nicht raten, den Auftriebskörper aufzuschneiden.

Mich würde viel mehr deine Erfahrung mit Motor und Batterie interessieren, wie groß ist die Reichweite bei welchen Windbedingungen etc.?

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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Gaudet » Mo 16. Sep 2019, 16:29

Der Auftriebskörper ist, sollte das Batteriefach vor dem Mast vorhanden sein, eh undicht und somit hin. Ebenso wenn Risse im Auftriebskörper sind. Das ist ja nun nicht selten bei der Innenschale aus ABS.
Nochmal, und genauer ausgedrückt, Kabelquerschnitte werden nach der Stromaufnahme und der Kabellänge ausgewählt.
Die VDE die Du anführst kenn ich nicht. Hört sich gut an.
Bei Wechselstrom gelten andere Regeln als bei Gleichstrom.

Werkzeug zum Pressen ist nicht unbedingt nötig. Man kan auch einen Elektriker vor Ort ansprechen ob der einem die nötigen Pressungen anfertigt.

Einfach einen Querschnitt anzugeben ohne die Länge zu wissen ist gefährlicher als das verlegen der Kabel im Auftriebskörper.

Es gibt ja auch Kabeldurchführungen die dicht sind.

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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Gaudet » Mo 16. Sep 2019, 16:35

Zur Reichweite kann ich nicht viel sagen. Einmal habe ich ca eine Std motort, als Test des Systems.
Es ist nur als Flautenschieber gedacht, eine Heimkehrhilfe bei Windstille, bzw um ohne Rigg zum Kran zu kommen.
Der Motor liegt immer im Achterpiek.
Wir segeln halt alles.
Im Urlaub kommen 4.5 Benzin PS zum Einsatz.

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Re: Solaranlage / Set - was zu empfehlen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Mo 16. Sep 2019, 19:34

Gaudet hat geschrieben:
Mo 16. Sep 2019, 16:29
Der Auftriebskörper ist, sollte das Batteriefach vor dem Mast vorhanden sein, eh undicht und somit hin. Ebenso wenn Risse im Auftriebskörper sind. Das ist ja nun nicht selten bei der Innenschale aus ABS.
Eine Vari von 1977 müsste der Typ nach Überarbeitung sein, die Innenschale wahrscheinlich intakt. Ich würde einem Neuling raten, daran nichts zu ändern.
Gaudet hat geschrieben:
Mo 16. Sep 2019, 16:29
Nochmal, und genauer ausgedrückt, Kabelquerschnitte werden nach der Stromaufnahme und der Kabellänge ausgewählt.
Die VDE die Du anführst kenn ich nicht. Hört sich gut an.
Bei Wechselstrom gelten andere Regeln als bei Gleichstrom.
VDE 0100 ist das Gebetbuch des Profi Elektrikers. Bei Wechselstrom wird, wenn nicht anders angegeben, der Effektivwert genannt. Dieser entspricht definitionsgemäß einem Gleichstrom gleicher Leistung an ohmscher Last. Also kein Unterschied bei Querschnittsberechnung.
Gaudet hat geschrieben:
Mo 16. Sep 2019, 16:29
Werkzeug zum Pressen ist nicht unbedingt nötig. Man kan auch einen Elektriker vor Ort ansprechen ob der einem die nötigen Pressungen anfertigt.
Falls das Kabel mit Kabelschuh noch einziehbar ist und man bei der momentaren Baukonjunktur einen findet, der sich mit sowas abgibt.
Gaudet hat geschrieben:
Mo 16. Sep 2019, 16:29
Einfach einen Querschnitt anzugeben ohne die Länge zu wissen ist gefährlicher als das verlegen der Kabel im Auftriebskörper.
Batterie in der Toilettennische, habe ich 5m angesetzt.
Wie gesagt, ich würde es auch in der Unterschale verlegen, aber meine war von Anfang an kaputt. Und man kann auch am Einbauschrank hoch und dann die Schandeckwülste entlang, einziehen oder drunterhängen.

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