Relingstützen

bernward
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Relingstützen

Ungelesener Beitrag von bernward » Fr 31. Mär 2017, 20:36

Hallo Gemeinde,
nachdem ich den Bugkorb zum Schweißer gebracht habe, habe ich auch die Relingstützen abmontiert. Sie sahen immer etwas "schepp" aus.
Jetzt stelle ich fest, daß die Bolzen aller Stützen ziemlich verbogen sind und frage mich, soll das so sein? ...und wenn nicht, kann man das wieder richten?
Einfach den Bolzen rausdrehen geht nicht. Was sagt ihr dazu?
Grüße
Bernward
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Grisu
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Fr 31. Mär 2017, 21:03

Hallo Bernward,
kaufe für ein paar Ct eine Langmutter, schraube sie auf soweit es geht. Die dann in einen Schraubstock einspannen, jetzt müsstest Du es mit Muskelkraft wieder gerade biegen können. Notfalls über die Relingstange ein Wasserrohr schieben, um den Hebel zu verlängern. An den Druckpunkten abpolstern.
Gruß
Gert

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Felixx » Fr 31. Mär 2017, 21:20

Ich muss gestehen, ich hatte das auch. Geradebiegen fand ich irgendwie blöd - ich dachte, dann verbiegt sichs am Boot eh wieder schneller.
Ich habe ein paar Euro in die Hand genommen und mir die Dinger nachdrehen lassen. In Niro VA4.
Sooo teuer war das auch gar nicht - ich glaube so rund 30-35 Euro...
Wichtig ist, dass das Gewinde in der Mitte unterbrochen ist, sonst schneidest Du Dir Dein Boot kaputt.
Grüße, Felix
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bernward
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von bernward » Fr 31. Mär 2017, 22:11

Hallo Gert,
danke für die schnelle Antwort, das ist ein Super Tip und so werde ich es erstmal versuchen.

bernward
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von bernward » Fr 31. Mär 2017, 22:16

Hallo Felix,
deine Version hab ich nicht ganz verstanden. Nachdrehen heißt doch, daß die alten Bolzen erstmal aus der Stütze raus müssen,
oder sehe ich das falsch?

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Felixx » Fr 31. Mär 2017, 23:06

na klar müssen sie das...
Also zumindest meine Stützen sind unten mit einer Platte verschweißt, in der ein Gewinde ist.
Dort sind diese Stifte reingeschraubt.
Dreh mal an so einem verbogenen Stift mit der Zange, dann wirst Du sehen, dass er sich mehr oder weniger leicht herausdrehen lässt.
Meines Erachtens ist das Original so von Dehler...

Die Dinger sehen letztlich so aus wie auf der Abbildung:
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Felixx » Fr 31. Mär 2017, 23:14

Hier noch mal so eine Rehlingstütze im Querschnitt:
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Fr 31. Mär 2017, 23:35

Falls Du den Gewindebolzen herausdrehen willst: 2 Muttern aufdrehen, diese kontern. Jetzt kannst Du mit der inneren Mutter den Bolzen herausdrehen, wenn es überhaupt noch geht. So beschädigst Du das Gewinde nicht mit einer Zange. Bei allem aber immer mit Bedacht und Kontrolle vorgehen, mit diesen Tricks wendest Du sehr große Kräfte an, mit denen auch Anderes zu Bruch gehen kann (z.B. das Gewinde der Relingstütze).
Man kann so einen Bolzen auch selber machen, aus einer Schlossschraube. Die haben meist Richtung Kopf kein Gewinde. Absägen, Gewinde draufschneiden, viel Geld gespart ;)
Gruß
Gert

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Felixx » Fr 31. Mär 2017, 23:41

Das stimmt! Wieder mal führen so manche Wege nach Rom...
Ich glaube, ich habe das auch nur so super-safe gemacht, weil ich einfach keine Lust mehr auf dieses ewige herumgebiege und herumgebastel hatte ;-)
Man macht und tut und irgendwie ist nie Schluss mit Baustellen.
Und diese verbogenen Bolzen aus den Siebzigern, die wollte ich ein für alle mal weghaben...
Alle paar Wochen hab ich beim Refit so einen Befreiungsschlag gebraucht - dann gabs mal was Ordentliches aus Edelstahl oder irgend was anderes für die "Ewigkeit".

So nach dem Motto - da will ich NIE wieder was dran machen müssen....

;-)

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Sa 1. Apr 2017, 10:45

... hat geschrieben:Man macht und tut und irgendwie ist nie Schluss mit Baustellen.
... für die "Ewigkeit". So nach dem Motto - da will ich NIE wieder was dran machen müssen....
;-)
Da hast du vollkommen recht, Felix!
Wenn man die Bolzen gerade biegt, sind sie vorgeschädigt, gerade bei Niro. Sie verbiegen sich dann leichter wieder.
Was für die Ewigkeit (oder wenigstens für 10 Jahre :? ) zu schaffen, das wäre mal ein Traum :D

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varimatz
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von varimatz » Fr 7. Apr 2017, 22:32

Hallo,
meine Relingstützen-Bolzen waren auch verbogen. Ich habe eine neue, längere, V4A Gewindestange verwendet und diese von unten mit einer 6mm starken Edelstahlplatte als Beilagscheibe verschraubt. Hält ganz gut jetzt. Ich musste aber die Gewindestange wieder etwas biegen, da die Stütze bei mir sonst schief gewesen wäre...Abgedichtet habe ich das Ganze mit Sika.
Grüße
Matthias

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von bernward » So 9. Apr 2017, 17:40

Hallo,
die Bolzen geradezubiegen ist nicht so einfach, sind sie unten gerade stimmt´s oben nicht.(s.Foto) Dafür waren sie dann (wohl durch die Biegerei) leicht rauszudrehen.
Meine Frage, was spricht eigentlich dagegen, einfach passende Gewindeschrauben von unten in die Stützen zu drehen?
Beim Bugkorb waren ja auch nur Gewindeschrauben verwendet und keine Bolzen. ...natürlich jew. mit den passenden U-Scheiben.
Ich danke Euch für Eure sachkundigen Hinweise!
Grüße
Bernward
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Grisu » So 9. Apr 2017, 22:56

Schade, dass das nicht klappt :cry: Wenn sie schon mal rausgeschraubt sind, könntest Du auf beide Gewinde Langmuttern schrauben dann können sie sich nur noch im Mittelstück verbiegen. Wenn sie allerdings schon verknorzt sind, geht nicht mehr viel. Ich selber habe keine Reling, aber ich wüsste nicht, was gegen normale Schrauben von unten spräche.
Gruß
Gert

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mo 10. Apr 2017, 12:57

Das Einzige, was dagegen spräche wäre die Neigung von Gewinden, sich ins Deck zu schneiden. Ich denke mal, die Relingstützen sind stärkeren Belastungen und stärkeren Bewegungen ausgesetzt als Bug- oder Heckkorb.
Das sieht man ja an den verbogenen Bolzen.
Andererseits: bis die Bohrungen wirklich schlimm ausgefräst sind vergeht bestimmt eine Weile...
Also warum nicht...
Ich persönlich wollte es so dicht wie möglich am Original haben. Aber das war vielleicht auch gar nicht nötig...

Grüße Euch, Felix

Gaudet
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Gaudet » Mo 10. Apr 2017, 17:22

Unsere Relingstützen wurden mit Schrauben befestigt.
Es gibt ja Schrauben mit Zylinderschaft.
Ausserdem könnte man ein Röhrchen über die Schraube stecken um dieses Einschneiden zu unterbinden.

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mo 10. Apr 2017, 20:09

Genau, so ist es. Gibt also viele Möglichkeiten...

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von null1099 » Di 11. Apr 2017, 14:49

Meine Rehlingsstützen stehen ähnlich krumm an Deck rum und werden in Kürze ebenfalls erneuert.

Mein Ansatz dabei: ich möchte die Verbindung durchs Deck loswerden, das ist doch eine undichte Stelle mit Ansage... Deshalb werde ich Rehlingsfüße verwenden, in die die Rehlingsstützen einfach hinein gestellt und fixiert werden. Die Füße (je nach Dicke des Decks) nur ins Deck geschraubt. Habe derzeit zwei unterschiedliche Typen von Rehlingsfüßen im Auge (eckige vs. runde Grundplatte), mal schauen welche besser passen.

Gaudet
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Gaudet » Di 11. Apr 2017, 16:13

Lass die Reling lieber ganz weg. Die stört nur.

kosarsegler
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von kosarsegler » Di 11. Apr 2017, 17:53

Hallo Johannes,
grundsätzlich bin ich auch der Meinung die Reling besser weg zu lassen. Nun segle ich als Erwachsener ohne Kinder binnen. Es gibt also sicher auch Argumente für die Reling.

Das Verschrauben nur ins Deck kann ich mir gar nicht vorstellen. Folgende Punkte sehe ich kritisch:
a) Wenig Material: Das Deck besteht bestenfalls aus zwei Lagen GfK mit ca. 8 mm Sperrholz dazwischen. Eine Lage GfK und das Sperrholz, also nur ca. 10 mm, sollen bei Dir die Kräfte aufnehmen.
b) Die Kräfte: Die Relingstützen bilden einen sehr langen Hebel auf einer winzigen Standfläche. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die nennenswert halten. Mal geschätzt 30 cm Stütze und 1 cm vom Bolzen bis Außenkante der Stütze = Übersetzung 1 / 30. Das heißt: stoße ich oben mit 100 N ("10 kg") gegen drückt es die Außenkante mit 3000 N (300 kg) ins Deck. Das das hält wundert mich jedes mal. Da bietet Deine Variante ein deutlich besseres Verhältnis; sagen wir 30 cm Stütze auf 6 cm Grundplatte. Dann erzeuge ich ein Verhältnis 1 / 5; bei dem obigen Beispiel ziehe ich also mit 500 N an den zwei Schräubchen, die 10 mm in der GfK-Lage und dem Sperrholz sitzen.
c) Dichtigkeit: Wenn ich also mit Bewunderung feststelle, das es überhaupt Variantas mit Relingstützen gibt so bezweifele ich, das die 100 % dicht bleiben. Nun dringt bei Deiner Konstruktion das Wasser "nur" in das Deck, also irgendwo ins GfK oder das Sperrholz, ein. Da bleibt das Polster trocken aber das Deck durchfeuchtet.

So wie es sicher Vorteile der Reling gibt kann man auch die genannten Probleme lösen. Ich könnte mir z.B. folgendes vorstellen: - die Relingfüße durch das Deck mit einer entsprechenden Gegenplatte verschraubt;
- Die Löcher mit Harz auskleidet, so daß eventuelles Wasser nicht ins GfK bzw. das Sperrholz zieht;
- Zwischen Füßen und Deck gewissenhaft dichten.
Gruß Walter (einer ohne Reling)

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von null1099 » Mi 12. Apr 2017, 13:26

Hallo Walter,

ich habe nicht gegen eine Rehling per se argumentiert, das war Michael ;-)

Ich war am Wochenende auch kurz davor, die Rehling komplett zu demontieren, auch die Mitseglerin hatte eigentlich nichts dagegen - bis uns wieder einfiel, dass wir am Rehlingsdraht gerne das Sonnensegel beim Ankern befestigen 8-) .

Bei meiner Varianta sind die Löcher, in denen die Bolzen der Rehlingsstützen bislang durchs Deck führen inzwischen ziemlich ausgeleiert, die Muttern festgefressen; die Stützen sind einfach nicht mehr fest (und damit dicht) zu kriegen. Die neuen Füße sind bestellt. Dass die Verschraubung ins/durchs Deck natürlich gründlich abgedichtet wird, versteht sich von selbst.

Gerne kann ich Bilder nach erfolgreicher Erneuerung posten.

Grüße
Johannes

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Mi 12. Apr 2017, 14:54

... hat geschrieben:Hallo Walter,

ich habe nicht gegen eine Rehling per se argumentiert, das war Michael ;-)

Ich war am Wochenende auch kurz davor, die Rehling komplett zu demontieren, auch die Mitseglerin hatte eigentlich nichts dagegen - bis uns wieder einfiel, dass wir am Rehlingsdraht gerne das Sonnensegel beim Ankern befestigen 8-) .

Bei meiner Varianta sind die Löcher, in denen die Bolzen der Rehlingsstützen bislang durchs Deck führen inzwischen ziemlich ausgeleiert, die Muttern festgefressen; die Stützen sind einfach nicht mehr fest (und damit dicht) zu kriegen. Die neuen Füße sind bestellt. Dass die Verschraubung ins/durchs Deck natürlich gründlich abgedichtet wird, versteht sich von selbst.

Gerne kann ich Bilder nach erfolgreicher Erneuerung posten.

Grüße
Johannes
klingt gut, aber was ist ein "Rehling"? Trifft man so ein Tier im Wald :lol:

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von kosarsegler » Sa 23. Sep 2017, 17:51

Hallo Johannes,
Du wolltest Bider der Relingfüße einstellen. Wenn du Zeit dazu findest würe ich mich freuen.
wie sind Deine bisherigen Erfahrungen mit der Konstruktion?
Gruß Walter

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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von null1099 » Di 26. Sep 2017, 05:05

Hallo Walter,

so siehts im Ergebnis aus, bin sehr zufrieden damit:
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Felixx » Do 3. Mai 2018, 08:40

Hi Johannes - sieht sehr gut aus.

Obgleich ich mir immer wieder die leise Frage stelle, ob jetzt eine potenzielle Leckstelle vier möglichen Leckstellen gewichen ist... ;)
Will damit sagen, das Rütteln und Biegen an der Reling bleibt ja auch hier nicht aus.
Andererseits ist die Auflagefläche größer und damit eventuell mehr Grundstabilität vorhanden.

Ich hatte auch überlegt, wie ich das ganze nun neu angehe. Ich habe mich für die alte Variante entschieden: die Relingstützen bleiben, wie sie sind, aber die Dichtung wird flexibler und stabiler. Diese Original-Dichtungsringe, die es ja noch bei der Marina Großenbrode gibt, die verstehe ich nicht wirklich.
Ich habe sie vor zwei Jahren schon mal verbaut - aber jegliche Dichtungsmasse kann eigentlich gar nicht richtig haften und die Relingsbewegungen machen alles auf Dauer wieder undicht.

Ich habe mir nun EPDM Gummischeiben (Shorehärte 60) besorgt. Der Trick ist, dass der Innendurchmesser bei den Scheiben M4 hat und die Bolzen von Reling und Bug- und Heckkorb M8 sind. Daher ist das Gewinde sofort abgedichtet und durch die 5mm Stärke der Scheiben kann man diese unter der 4A-Unterlegscheibe an so ziemlich jede Unebenheit festpressen.

Durch das Zusammenpressen wackelt da auch nichts.

Wir haben dann ein paarmal gerüttelt und noch mal nachgezogen und dann zwei Kärchertests gemacht: bombendicht und alles trocken.
Vielleicht ist das ja mal ne gute Methode.

Vorteil nebenbei: kein Geschmiere, jederzeit leicht auseinanderzunehmen und es geht schnell.
Fotos anbei...

Grüße, Felix
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Re: Relingstützen

Ungelesener Beitrag von Grisu » Sa 5. Mai 2018, 14:42

Hallo,
um noch meine Variante zu den guten Vorschlägen hinzuzufügen:
Bei mir waren einige der Einpressmuttern in den Relingsrohren lose bzw. ab, ich habe dann alle entfernt.
Ich habe Bolzen angefertigt aus Gewindestift, Hülse und dicker Karosseriescheibe, und eingeschraubt/abgedichtet, auf die die Rohre dann aufgesteckt werden, gesichert mit Madenschrauben.
Gruß
Gert

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