Gegenplatte Wantenpütting

Grisu
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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von Grisu » Fr 10. Mär 2017, 20:49

... hat geschrieben:tatsächlich hab ich noch so ein Ding in der Hand gehabt
Noch oder noch nie? hat hier der kleine "nie-Fresser" wieder zugeschlagen?
Also ich würde mich trauen. Am Rand macht das nichts, da ja die Hauptlast auf der Mitte liegt, und das Material durchgängig gleich breit ist. Aber besser mal den Lieferanten anfragen. Ich selber habe die Flaggenleine am Stag befestigt, damit sie mir im Durchgang weniger im Weg ist.
Gruß
Gert

Felixx
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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von Felixx » Fr 10. Mär 2017, 20:55

ja, "nie"!
haha, irgendwie hadere ich immer wieder mit der Autokorrektur...
Aus Wegerung wird Weigerung, aus Salinge wird Saline... Und jetzt frisst sie ganze Worte!

kosarsegler
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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von kosarsegler » Sa 11. Mär 2017, 20:34

Hallo Gert,
Deine Beschreibung vom Blindnieten habe ich nicht verstanden.
Meine Nietzange hat kein Einstellrad. Es wird einfach gezogen bis der Dorn an der Sollbruchstelle anreißt. Die Zange "zwickt" keinen Dorn ab. Kommt der Dorn mitsamt Kopf aus der Niete war die Bohrung im Werkstoff zu groß.
Auch in Wikipedia habe ich nichts vom dieser Funktion gefunden.
Kannst Du das genauer beschreiben bzw. hast Du ein Bild Deiner Zange?
Gruß
Walter

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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von Grisu » Sa 11. Mär 2017, 23:52

Hallo Walter,
da ist die Einstellschraube mit dem beiliegenden Werkzeug, dass dort passt.
CIMG5435.JPG
CIMG5435.JPG (169.44 KiB) 3674 mal betrachtet
Allerdings gebe ich Dir recht, der Dorn reisst an der Sollbruchstelle und wird nicht abgezwickt.
Mit der Schraube wird wohl die Kraft der Zugbacken eingestellt.
Gruß
Gert

kosarsegler
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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von kosarsegler » So 12. Mär 2017, 18:45

Danke Gerd für das Bild. Das man die Spannkraft der Backen verstellen könnte habe ich noch nicht bedacht. Mal schauen, ob ich noch dran denke wenns nötig ist.

Zu den Salingen: Ich glaube auch nicht, das die zwei Bohrungen für die Befestigung des Flaggenleinenblocks etwas ausmachen. Ich würde den Befestigungsbügel allerdings eher annieten: Schneller, kein Materialmix (Aluniete in Alusaling), kein Losrütteln und sollte man mal den Block wechseln müssen bohrt man den Nietenkopf ab und schlägt den Rest nach innen durch.
Gruß Walter

Gato
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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von Gato » Di 14. Mär 2017, 14:45

Hallo Felix,

gerade aus dem Kurzurlaub in Heiligenhafen zurück
und lese hier.

Ich freue mich darüber, dass du meiner Empfehlung zu
starren Salingen gefolgt bist.

Ist wirklich extrem wichtig.

Dehler hat immer nur diese beweglichen "Rohrstöckchen"
angebaut.

Empfehlung: Bei Montage Saling- Beschläge Mast immer auf 2-3
Böcke legen und mit Wasserwaage und Lot auf ebener
Fläche messen.
Ansonsten besteht die Gefahr, das du die Beschläge vielleicht
etwas "verdreht" am Mast anbringst.
Die VA würde dann natürlich BB- und STB-Bug unterschiedlich
segeln/laufen.

Zu Alu-Bohrung Mast und Steckbolzen:

Die meisten Bohrungen im Mast für den Steckbolzen sind ja
im Laufe der Jahre "ausgenudelt" .
Auch so ist kein vernünftiger Masttrimm möglich
wg. Bewegungen.

Der Mast sollte aber nicht nur auf dem Bolzen, sondern
auch auf dem Mastfuß aufliegen.

Abhilfe: 2 Stck. ca. 5x5 cm große V2A/V4A Bleche,
etwas in Mastform biegen, in der Mitte Bohrung für
Mastbolzen und dann jede Seite 4x mit Nieten 4,8x10 mm
annieten.

Ich hoffe, das ich dir etwas weiter geholfen habe.

Viele Grüße
Horst

Felixx
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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von Felixx » Di 14. Mär 2017, 16:07

Hallo Horst - ja, wir werden das so sorgfältig machen, wie es geht - das mit dem unterschiedlich laufen hatte ich mir noch gar nicht überlegt...
Diese Konsequenz wäre natürlich unschön.

Was den Mastfuß betrifft hatte ich mal gelesen, dass der Mast vor allem auf dem Bolzen ruht und es im Idealfall noch zwei, drei Millimeter
Platz gibt zur Sohle des Kokers.

Ich hatte mir schon vor zwei Jahren eine Niro-Hülse (Korrosionsgefahr... naja...) drehen lassen.
Siehe Bild.

Die Bohrung war inzwischen fast doppelt so groß ausgebuddelt wie es sein sollte - jetzt hat der Mast ne gute Spur.
merkt man auch beim Maststellen und -legen...

Den Bolzen hab ich auch erneuert, der alte hatte noch ein Gewinde im Mastbereich, welches zusätzlich ins Alu schnitt.
Jetzt ist er über die gesamte Breite glatt. Spiel zur Hülse unter 1mm.


Gruß, Felix
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MASTBOLZENHÜLSE 1.jpg
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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von Felixx » Di 14. Mär 2017, 16:34

zusammengebaut sieht das dann so aus (zusammen mit meiner Mast-Legegabel)

sitzt alles schön stramm.

Und, nee, die Fockschot bleibt nicht an dem Rohr hängen...

Jedenfalls in der letzten Saison nicht.
Die Gefahr besteht natürlich schon.

Aber entfernen kann man das Ding natürlich nach dem Stellen auch nicht mehr so richtig.

Bis jetzt ging es gut...

;-)
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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von Grisu » So 9. Apr 2017, 22:45

Jetzt sind sie wieder montiert! Dabei ist mir etwas Interessantes aufgefallen: An einem Pütting habe ich Risse, ähnlich wie bei "Boot 2" von Fabi (https://www.varianta.org/forum/viewtopi ... =14&t=2737).
Pütting_768.jpg
Pütting_768.jpg (54.75 KiB) 3602 mal betrachtet
Zum Glück nicht ganz so schlimm. Und die Ursache bekannt; diese Want war irgendwie völlig falsch eingestellt, schon vom Vorbesitzer (ist schon 9 Jahre her, genau kann ich mich nicht mehr erinnern). Damals hatte ich noch beim Maststellen so viel anderes zu beachten, dass diese verkeilte und zu stramme Want nicht recht aufgefallen ist. Später habe ich neue Wanten gekauft, und nicht mehr daran gedacht, bis mir jetzt die Risse aufgefallen sind.
Die Stärke des Decks habe ich an den Bohrungen des Püttings mit über 20mm gemessen. Darum wirkt sich eine zu starke Wantenspannung nicht direkt auf den Punkt der Krafteinleitung aus, sondern an der Stelle, wo das Laufdeck in das Schandeck übergeht (kenne keinen Begriff dafür, daher ein Wort aus dem Holzbau). Dort schwächt sich die Decksstärke ab, so dass hier die potentielle Bruchstelle liegt.
Gruß
Gert

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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mo 10. Apr 2017, 13:08

Hi Gert - Du hast eine Ankerhalterung erwähnt. Ich nehme an, Du meinst eine im Ankerkasten.
Hast Du schon mal über eine Bugrolle für den Anker nachgedacht?
Das wäre eine große Erleichterung beim Ankern und vor allem beim Anker wieder einholen.

Ich habe da lange gegrübelt und entworfen, bin aber noch zu keinem Ergebnis gelangt.
Leider ist - zumindest bei meinem Boot - zu wenig Platz da vorne. Alles eng und hakelig...

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Re: Gegenplatte Wantenpütting

Ungelesener Beitrag von Grisu » Di 11. Apr 2017, 11:51

Hallo Felix,
mein Halterung verhindert das hin- und herschlagen der Fluken gegen den Rumpf von innen. Es hatten sich schon aussen "Spinnweben" im Gelcoat gebildet (sollte jeder mal prüfen). Bezgl. Bugrolle kann ich Dir nichts sagen, ich habe erst zwei mal ernsthaft geankert und da war der Aufwand erträglich.
Gruß
Gert

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