Talje für Achterstag

Felixx
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Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mo 20. Jan 2014, 04:15

Liebe Varianta-Freunde,
noch eine Frage zum Achterstag. Das hängt bei mir komischerweise immer leicht durch (im unteren Teil auch ein kleiner Knick) und ich bekomme es auch nicht weiter gespannt.
Nun dachte ich an eine simple 3er Talje zum spannen.
Habe aber keine Ahnung, wieviel Last bei Wind auf das Achterstag kommt…
Ob so etwas reichen würde?
http://www.amazon.de/SPRENGER-Niederhol ... ords=talje

Oder sollte man da tiefer in die Tasche greifen??

Grüße an alle und Danke für Eure Antworten, Felix

Grisu
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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Grisu » Mo 20. Jan 2014, 15:29

Hi Felix,

der Mast wird hauptsächlich von den Oberwanten gestützt. Alles, was Du an Kraft über die Oberwanten und das Achterstag einleitest, muss das Vorstag gegenhalten. Also 3 gegen einen.
Ich stelle mein stehendes Gut so ein:
Vorstag so einstellen, dass der Mast möglichst senkrecht steht. Wenn er nicht will, sondern leicht nach hinten gekippt bleibt, nicht mit Gewalt ziehen, sonst könnte der Mastkoker brechen, sondern prüfen, woran es hängt (Achterstag oder Wanten zu stramm, Mast im Koker verklemmt).
Wanten anziehen. Laut Handbuch "stramm", Unterwanten "etwas lockerer". So stehts geschrieben.
Wichtig ist erstmal, alle 4 Wanten so einzustellen, dass der Mast sich nicht seitlich durchbiegt und gerade steht. Immer wieder peilen. Dann Änderungen immer nur gleichmäßig machen (bei 1 Umdrehung BB immer gleichzeitig 1 Umdrehung SB anziehen).
Du wirst merken, dass für das Achterstag nicht mehr viel übrig bleibt. Wenn Du das fest anziehst, dann lockern sich wieder die Oberwanten.
Die endgültige Einstellung der Wanten ergibt sich beim Segeln. Wenn bei starkem Wind die Leewanten durchhängen, alle Wanten anziehen. Auf geraden Mast achten.
Im Übrigen hast Du (Original) am Achterstag auf 2m Höhe eine Schlaufe angepresst. Diese kannst Du mit einer Klemme in der Plicht, achterlich BB (ungefähr beim Aussenborder) verbinden. Wenn dafür nicht eine einfache Leine genügen würde, hätte Dehler hier eine Öse und keine Klemme gesetzt. Damit kannst Du jetzt das Achterstag durchsetzen, und zwar dann, wenn das Vorliek des Vorsegels bzw. das Vorstag durchhängt bei starkem Wind.

Das alles ist IMHO und muss nicht stimmen, aber nach bestem Wissen und Gewissen. Bessere Anleitungen vom Hersteller habe ich nie gefunden. Manche allgemeine Trimmanleitungen wie "Wanten und Stagen auf 1/3 der Bruchlast anziehen" können sogar gefährlich werden.

Mich würde auch interessieren, wie andere ihr Rigg trimmen.

Gruß
Gert

Felixx
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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mo 20. Jan 2014, 22:05

"Mich würde auch interessieren, wie andere ihr Rigg trimmen."
...mich auch!

Gert, danke für Deine Tips!

Ich will ja auch nur verhindern, dass mein Achterstag so hängt.
Aber da ich ja ein extrem ausgeschlagenes Mastloch habe, sitzt der Mast evtl. die entscheidenden 1-2cm zu tief - das Achterstag kann ich in seiner Länge nicht verändern - evtl. hängt es deshalb ein wenig…
Ich ändere das mit dem Mastloch in den nächsten Wochen (das neue Teil zum Einsetzen ist schon da!!!) und spätestens beim Maststellen werde ich ja sehen, was passiert.

Gert, Du bist doch auch Ostseesegler - hast du noch Ideen, was man für etwas stärkeren Wind modifizieren kann? Ich habe Angst, dass die Varianta etwas zu zart für ordentliche 5Bf-Törns ist…
So will ich nämlich z.B. versuchen, sämtliche Wantenpüttinge und auch die Seereling von unten mit kräftigen Aluplatten zu verstärken… bei Vorstag denke ich auch darüber nach… etwas solche Sachen in der Richtung meine ich…

herzliche Grüße, Felix

Grisu
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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Grisu » Di 21. Jan 2014, 15:47

Hi Felix,

was Starkwindturns angeht könnte ich fast ein Buch schreiben :lol:
Richtig heftig war es aber in Holland, deswegen bin ich zur beschaulichen Ostsee umgezogen!

Aber erst mal zu Deinem Achterstag. Vielleicht hast Du ein Foto wie es durchhängt, schlabberig (bin halt Hesse) ist meins auch.
Das Mastlager ist natürlich ein Problem. Es kann auch dafür sorgen, dass der Mast nicht senkrecht steht und das macht noch viel mehr aus. Eventül muss Du die Bohrung noch einen Hauch nach hinten versetzen, um zu verhindern, dass die Achterkante des Masts an der Querstrebe des Kokers anschlägt.

Die VA65 läuft für ihre Größe prima bei starkem Wind. Bei der K3/K4 wäre ich vorsichtiger wegen dem niedrigen Süllrand.
Wenn Du Püttinge verstärken willst, dass schadet nie. Bei mir gehts ohne. Nimm V4A-Karosseriescheiben. Das Vorstag gehört in die mittlere Bohrung der 3 des Beschlages. Mit Reling habe ich keine Erfahrung, traue den Dingern aber nichts zu (Hebelwirkung) und vermisse sie daher auch nicht.

Bei 7 Bft ist mir einmal meine Fock zerrissen und zwar vom Achterliek aus. Dabei haben sich auch die Stagreiter von selbst gelöst. Wenn Du investieren willst, verstärke das Achterliek Deiner Fock mit einer Liekleine und in anständige Stagreiter.

Es ist wichtig, dass Du das Groß komfortabel reffen kannst. Ich habe mir dazu die Reffleinen umgelenkt und zum vorderen Ende des Großbaumes verlängert.

In Holland, pack die Genua nach unten und die Sturmfock nach oben. Wenn nötig, kannst Du ausschließlich mit Sturmfock fahren. An der Ostsee habe ich die Genua öfter gebraucht, die Sturmfock, glaube ich, nur einmal.

Der Anker schlägt mit seinen Fluken von innen die Bordwand kaputt. Baue eine Halterung in den Ankerkasten. Ich musste auch gerade erst feststellen, dass die Schottbretter an den Achterseiten der Bakskisten den Rumpf von innen kaputt pieksen (an der oberen Ecke). Da werde ich noch was unternehmen, weiß aber nicht nicht, was.

Den Ankerkastendeckel habe ich von Anfang an mit einem Riegel versehen. Ob´s auch ohne gehen würde weiß ich daher nicht (Wer nie ein Brot im Bette aß...). Aber Wasser dringt dennoch ein und kann bei Lage in die Kabine laufen (aber sehr wenig).

Ohne Sprayhood segelt es sich sehr unkomfortabel.

Wenn Du einen 4-Takter hast, denke daran, dass er Dich bei Lage im Stich lässt. Gilt mindestens für Mercury, Honda soll gerüchteweise besser sein.

An der Ostsee, mit manchmal wenig Wind und viel langem Schwell, ist der Bullenstander besonders wichtig, wie ich einmal sehr schmerzhaft erfahren musste.

Schau Dir Deine Beschläge und Verstagungen sehr genau an. Mir ist einmal ein Schnappschäkel gerissen, der eigentlich gut aussah. Stehendes Gut sofort austauschen, wenn es auch nur den Verdacht erregt, nicht i.O. zu sein (wie z.B. Dein geknicktes Achterstag).

Im Übrigen: Im Originalprospekt sieht man auf einem Foto eine VA65 vor der Fehmarnbeltbrücke kreuzen, nicht weit vom Testzentrum Großenbrode. Die VA ist also an der Ostsee getestet.

Wenn Du willst kann ich Dir Filmchen schicken.

Ansonsten, viel Erfolg beim Umbauen!
Gert

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Claudia » Do 23. Jan 2014, 21:29

Masttrimm ist so ne Sache...Gerade stehender Mast ist meistens nicht falsch. Wantendraht längt sich im Laufe der Zeit. Ob es daran liegt, kann man aus der Ferne natürlich nicht beurteilen.

Ansonsten lohnt es sich sicherlich mal bei den Regattaseglern zu schauen. Im Südwesten (Gerd) gibt es einige Veranstaltungen, wo man sich sicherlich auch mal treffen kann. Wo bist du zuhause Felix mit deinem Boot?

Für 65er ist der Süllrandcup in Mannheim interessant. Mit netten Leuten und wenn ihr euch vorher anmeldet gibt's nicht nur Ratschläge, sondern auch was zu essen. Am besten segelst du gleich mit!!!

An meinem Boot habe ich eine 2. Lasche achtern befestigt, das Achterstag verkürzt und dort mit Hahnepot eine Talje reingebastelt. Die Bruch-, bzw Arbeitslast kann man anhand der Dicke des Wantendrahts ausrechnen.

Die Lasche im Achterstag dient zur Aufnahme des Baums, statt Dirk oder auch zusätzlich.

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Sa 1. Feb 2014, 03:09

Hi Claudia - liege mit meiner Varianta in Greifswald.
Ich habe mich (momentan) entschieden, das Achterstag unten um ca. 1,5m zu kürzen und dort eine Talje einzubauen. Eine mit Klemme, so wie bei der Großschot.
Die 2 Blöcke und die Schot haben jeweils ca. 900kg Bruchlast. (siehe Link am Anfang des Treads)
Das sollte reichen…
Hoffe ich jedenfalls!
Bis jetzt habe ich auf dem Achterstag auch nie so recht Zug drauf gehabt. Ist ja mehr eine Trimm-Angelegenheit und Spi hab ich nicht…
Grüße, Felix

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mi 5. Feb 2014, 16:35

Hat denn jemand Ahnung, wieviel Power so eine Talje am Achterstag aushalten muss?

Da mein Stag immer leicht durchhing (ich habe es wirklich noch nie gespannt erlebt, auch beim segeln (bis 4bft.) nicht) denke ich nicht, dass da soviel Last zusammenkommt…

Oder irre ich mich da (immerhin erst Anfänger)??

Grüße an alle, Felix

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von hajolli » Do 6. Feb 2014, 19:55

... hat geschrieben:Hat denn jemand Ahnung, wieviel Power so eine Talje am Achterstag aushalten muss?

Da mein Stag immer leicht durchhing (ich habe es wirklich noch nie gespannt erlebt, auch beim segeln (bis 4bft.) nicht) denke ich nicht, dass da soviel Last zusammenkommt…

Oder irre ich mich da (immerhin erst Anfänger)??

Grüße an alle, Felix
Das sehe ich genauso. Ich spanne das Achterstag, dass ich auf Hahnepot umgerüstet habe, in Abhängigkeit vom Durchhang des Vorstags. Bei größerer Windstärke wird der Druck auf dem Vorsegel zu einem größeren Durchhang des Vorstags führen.
Diesen Durchhang kompensiere ich durch Nachspannen des Achterstags. Die dabei auftretende Last auf das Achterstag ist nicht so gewaltig. Selbst bei stärkeren Böen dürfte es nicht mehr als ca. 100 kg sein. Gemessen habe ich die Kraft allerdings nicht; aber vielleicht kann jemand von den alten Hasen bzw. Regattaseglern eine fundierte Aussage zu dieser
Problematik machen.

Beste Grüße an alle
Klaus

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Do 6. Feb 2014, 22:18

Danke schonmal, Klaus!

100kg klingt tatsächlich überraschend wenig… Also: alle alten Hasen sind gefragt! ^^

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Do 6. Mär 2014, 02:13

So etwa stelle ich mir das vor.
Heute sagte man mir am Hafen aber, dass das für ein 7/8-Rigg ok. wäre, aber für mein Topp-Rigg totaler Blödsinn…

Wat nu?
Dateianhänge
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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von hajolli » Do 6. Mär 2014, 17:37

Hallo Felix,
Mach es so wie auf Deiner Zeichnung. Das ist kein Blödsinn !!
Nicht umsonst fahren 99,9 % der Regattasegler die Varianta mit einem solchen Achterstag. Abgesehen davo das man so das Vorstag optimal (je nach Windstärke) spannen kann, dient es auch der Sicherheit. Das originale Achterstag zieht ja
etwas schräg, da der Beschlag am Heck nach Steuerbord versetzt ist. Das hat schon bei extremen Wetter (starken Böen;
und Welle) beim segeln auf Steuerbordbug zu Mastbrüchen geführt.

Gruß Klaus

Grisu
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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Grisu » Do 6. Mär 2014, 19:50

Hallo Felix,

in Cockpit gibt es eine Klemme, an der man m.E. eine Leine zum Spannen des Acherstags durchholen kann.
Klemme.jpg
Klemme.jpg (53.32 KiB) 7479 mal betrachtet
Wenn Du ein 7/8 Rigg hast, dann ist das Vorstag nicht am Masttop, sondern auf 7/8 der Masthöhe angebracht. Durch Verändern der Achterstagspannung kannst Du den Mast biegen und damit die Ausbauchung des Großsegels verändern. Bei der Toppgetakelten VA ist die Verstellung der Achterstagspannung dennoch sinnvoll, da Du hier damit die Vorstagspannung und damit auch die Vorliekspannung des Vorsegels (soviel Vor´s :-) verändern kannst.

Selbstverständlich kannst Du es auch so machen, wie Du gezeichnet hast (aber Püttunge in Zugrichtung montieren). Ich selber habe mein Achterstag auch gepfeilt, wenn auch aus anderen Gründen.

Gruß
Gert

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Do 6. Mär 2014, 20:04

Danke Euch, Klaus und Gert!
Das macht Mut - jetzt werde ich mich mit neuem Selbstbewusstsein gegen den Yachtladen in Greifswald durchsetzen… 8-)

Grüße, Felix

P.S. diese kleine Klemme im Cockpit an der Rückwand gibt's bei mir übrigens leider nicht…

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Do 6. Mär 2014, 20:07

Würdet Ihr für das untere kurze Seil (das über die Rolle oben geht) Draht oder Dyneema (oder so etwas) nehmen?

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von hajolli » Fr 7. Mär 2014, 11:34

Hallo Felix

bei mir ist alles - vom Backbordpütting über die Umlenkrolle bis zum Steuerbordpütting aus Dyneema 6 mm (also auch die Talje). Nur vom Masttop bis zur Umlenkrolle habe ich das entsprechend gekürzte originale Drahtseil verwendet.

Gruß Klaus

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Fr 7. Mär 2014, 23:35

hi Klaus - ja, genau so werd ich das auch machen…
Grüße, Felix

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Re: Talje für Achterstag (wie weit Püttinge auseinander?)

Ungelesener Beitrag von dageflo » Do 7. Mai 2015, 10:35

Hallo zusammen,
würde gerne dieses Thema wieder aufgreifen, da ich bei unserer VA65 auch eine entsprechende Talje/Hahnepot installieren möchte.

Das alte einzelne Achterstag an Steuerbord hatte bei hartem Rudereinschlag die Pinne berührt und dort Abscheuerungen hervorgerufen. Mache mir nun Sorgen, dass dieses Problem mit dem Violinblock, der ja leicht auf Höher der Pinne kommen könnte noch verstärkt wird.

Ist es sinnvoll die Püttinge weiter nach außen zu stetzen?

Wo habt Ihr Eure Achterstagpüttinge (Abstand) und auf welcher Höhe den Violinblock angebracht? Könnte jemand Fotos einstellen oder mir per PM zusenden?

Herzlichen Dank und beste Grüße
Daniel

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von hajolli » Do 7. Mai 2015, 11:46

Hallo Daniel,
die Püttinge für das Achterstag weiter nach außen zu setzen kannst Du Dir sparen, wenn Du den unteren Violinblock nicht direkt (mit einem Schäkel) am Pütting anbringst - sondern ein kurzes Seilende dazwischen
knüpfst. Dann kann die Pinne nicht mit dem Violinblock kollidieren.
Bei meiner VA65 ist es noch nie passiert das die Pinne ein Achterstagpütting berührt hat. Ich werde bei der nächsten Gelegenheit nachmessen wie weit die Püttinge auseinender sind und Dir das Maß mitteilen.

Gruß
Klaus

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von Felixx » Do 7. Mai 2015, 20:39

Tatsächlich endet mein Achterstag aus Draht ja nun oben an der Rolle. Für den gesamten unteren Teil werde ich Dyneema verwenden. Hält wohl genau so gut und da ist dann auch nichts mit Scheuern. Wie Klaus schrieb, sollte zwischen Pütting und Block ein kurzes Stück Seil. Dann passiert da nichts. Andererseits hatte ich auch noch nie die Pinne direkt am Achterstag dran - da war immer kurz vorher Schluss...
Grüße, Felix

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Re: Talje für Achterstag

Ungelesener Beitrag von dageflo » Sa 9. Mai 2015, 14:48

Hallo Klaus und Felix,
vielen Dank für Eure Tipps und Hinweise! Das klingt gut, werde dann einfach an Backbord einen zusätzlichen Pütting installieren und es so wie von Euch beschrieben lösen.
Schönen Tag und beste Grüße
Daniel

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