Trockenfallen mit der Varianta

Hier könnt ihr allgemeine Beiträge rund um das Segeln auf der Varianta schreiben.
CDSZ
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Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von CDSZ » Sa 23. Mär 2013, 00:18

Dieses Jahr möchte ich mit der Varianta ins Watt. Deshalb habe ich einige Fragen zum Trockenfallen.
- Muss ich das Ruderblatt aushängen? Im Sand können ja erhebliche Kräfte darauf wirken.
- Setzt sich der Schwertkasten dauerhaft zu?
- Wie und wo habt ihr die Wattstützen montiert? Hat jemand Fotos von den Wattstützen?
- Darf ich das Boot auch ohne Stützen auf die seite legen oder gibt es da ein Festigkeitsproblem?

- Wer hat konkrete Erfahrungen und praktiziert das Trockenfallen regelmäßig?


Danke für eure Antworten
Christian

tobi
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von tobi » Sa 23. Mär 2013, 09:51

Hallo Christian,

ich war letztes Jahr zwei Wochen am Jadebusen zu Gast. Trockengefallen bin ich nicht, aber da nicht viele Variantas auch buten unterwegs sind versuche ich dir mal meine Eindrücke zu schildern.

Ruderblatt: Theoretisch ist ein Aushängen nicht erforderlich, praktisch halte ich es für sinnvoll. Man kann nicht sicher sein wie das Boot aufsetzt, bzw. ob der Kiel einsinkt. Eine größere Stützfunktion kann das Ruder nicht übernehmen denke ich. Ich würde es abmontieren und den Platz für ordentliche Wattstützen hernehmen.

Schwertkasten: Nach meinen Erfahrungen mit dem Schlick kannst du davon ausgehen. Versuch mal nach ein paar Schritten im Wasser das Zeug ohne rubbeln wieder abzubekommen. Ich habe nach einer Mittagspause mitten auf dem Jadebusen versucht meinen Klappdraggen "abzuspülen" - chancenlos. Man muss wirklich reiben oder bürsten. Ich habe auch von Seglern gehört, die noch viele Seemeilen nach dem trockenfallen Schlick am Kiel hatten.

Wattstützen: Dazu kann ich dir nicht viel sagen. Ich würde aber wohl versuchen am Heck eine Art "X" anzubringen und seitlich an den vorderen Relingstützen noch etwas montieren.

Festigkeit auf Sand: Die Festigkeit der Varianta stellt kein Problem dar. Ich kenne Segler, die ihre VA zum abschleifen des Unterwasserschiffs einfach platt auf die Seite legen. Ist unbequem, wenn du drinnen bist, aber sonst kein Problem. Du solltest aber vorsichtshalber ein Seeventil ab Spülenablauf einbauen (habe ich bei der "seefestmachung" meiner Vari gemacht).

Fazit:Trockenfallen würde ich am besten auf einer etwas höher gelegenen Sandbank. Dann musst du nicht so lange "liegen" bleiben und kannst einen tollen Spaziergang machen, ohne dir das Schiff total einzusauen.
Nimm dir für so eine Aktion am besten einen Zielhafen, den du tideunabhänig anlaufen kannst (z.B. Nassauhafen WHV). So eine Aktion ist vorbei wenn das Wasser wieder da ist und du musst noch ne Weile fahren bist du in den Hafen kommst. Ob du dann noch geschleust wirst ist fraglich.

Das Watt ist ein faszinierendes Revier, welches für die Varianta mit ihrem geringen Tiefgang sehr gut geeignet ist. Aber es ist auch anspruchsvoll und nicht ohne Gefahr. Gegen die Tide machst du keinen Stich, auch nicht mit extra-mege-Langschaft-AB. Aber auch die Profis mit großen Kimmkielyachten legen sich nicht mit dem Tidenstrom an. Vom Seeverhalten unseres kleinen Bootes war ich überrascht, dank des traditionellen Unterwasserschiffs fährt es für seine Größe relativ angenehm duch die Welle.

Viele Grüße
Tobi

PS: Wo liegt dein Boot? Vielleicht sieht man sich ja mal dort oben.

CDSZ
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von CDSZ » Sa 23. Mär 2013, 18:38

... hat geschrieben:Hallo Christian,

ich war letztes Jahr zwei Wochen am Jadebusen zu Gast. Trockengefallen bin ich nicht, aber da nicht viele Variantas auch buten unterwegs sind versuche ich dir mal meine Eindrücke zu schildern.

Ruderblatt: Theoretisch ist ein Aushängen nicht erforderlich, praktisch halte ich es für sinnvoll. Man kann nicht sicher sein wie das Boot aufsetzt, bzw. ob der Kiel einsinkt. Eine größere Stützfunktion kann das Ruder nicht übernehmen denke ich. Ich würde es abmontieren und den Platz für ordentliche Wattstützen hernehmen.

Schwertkasten: Nach meinen Erfahrungen mit dem Schlick kannst du davon ausgehen. Versuch mal nach ein paar Schritten im Wasser das Zeug ohne rubbeln wieder abzubekommen. Ich habe nach einer Mittagspause mitten auf dem Jadebusen versucht meinen Klappdraggen "abzuspülen" - chancenlos. Man muss wirklich reiben oder bürsten. Ich habe auch von Seglern gehört, die noch viele Seemeilen nach dem trockenfallen Schlick am Kiel hatten.

Wattstützen: Dazu kann ich dir nicht viel sagen. Ich würde aber wohl versuchen am Heck eine Art "X" anzubringen und seitlich an den vorderen Relingstützen noch etwas montieren.

Festigkeit auf Sand: Die Festigkeit der Varianta stellt kein Problem dar. Ich kenne Segler, die ihre VA zum abschleifen des Unterwasserschiffs einfach platt auf die Seite legen. Ist unbequem, wenn du drinnen bist, aber sonst kein Problem. Du solltest aber vorsichtshalber ein Seeventil ab Spülenablauf einbauen (habe ich bei der "seefestmachung" meiner Vari gemacht).

Fazit:Trockenfallen würde ich am besten auf einer etwas höher gelegenen Sandbank. Dann musst du nicht so lange "liegen" bleiben und kannst einen tollen Spaziergang machen, ohne dir das Schiff total einzusauen.
Nimm dir für so eine Aktion am besten einen Zielhafen, den du tideunabhänig anlaufen kannst (z.B. Nassauhafen WHV). So eine Aktion ist vorbei wenn das Wasser wieder da ist und du musst noch ne Weile fahren bist du in den Hafen kommst. Ob du dann noch geschleust wirst ist fraglich.

Das Watt ist ein faszinierendes Revier, welches für die Varianta mit ihrem geringen Tiefgang sehr gut geeignet ist. Aber es ist auch anspruchsvoll und nicht ohne Gefahr. Gegen die Tide machst du keinen Stich, auch nicht mit extra-mege-Langschaft-AB. Aber auch die Profis mit großen Kimmkielyachten legen sich nicht mit dem Tidenstrom an. Vom Seeverhalten unseres kleinen Bootes war ich überrascht, dank des traditionellen Unterwasserschiffs fährt es für seine Größe relativ angenehm duch die Welle.

Viele Grüße
Tobi

PS: Wo liegt dein Boot? Vielleicht sieht man sich ja mal dort oben.

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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von CDSZ » Sa 23. Mär 2013, 18:46

Hallo Tobi,
vielen Dank für deine Antwort. Ich bin als Seekajakfahrer in den letzten Jahren mehrere hundert Seemeilen vor allem zwischen Borkum und Wangerooge sowohl auf der Seeseite als auch im Watt unterwegs gewesen. Von daher ist das Tidenrevier mit seinen besonderen Anforderungen nichts unbekanntes.
Vor zwei Jahren habe ich mir eine V 65 angeschaftt. Die liegt im Sommer am Salzgitterse. Im Herbst habe ich die letzten Jahre eine kleine Ostseetour gemacht:
http://www.doerges.de/Segeln/2011-10-Os ... index.html
http://www.youtube.com/watch?v=lL-8oQnP6-A
Nun habe ich dieses Jahr etwas mehr Zeit und möchte auch einmal im Sommer segeln.
Starten werde ich wahrscheinlich in Emden.
Ich finde Trockenfallen kann eine tolle Sache sein - wenn es dann funktioniert. Ich habe auch schon einige Stellen im Auge!
Viele Grüße
Christian

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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Matthias » So 31. Mär 2013, 13:25

Moin Moin und frohe Ostern !
Ich habe mir vor einiger Zeit drei Wattstützen gebaut, leider werd ich sie in dieser Saison erst ausprobieren können.
Sie sind aus 5x5 cm Holzlatten, 160 cm lang mit je einem 35x20 cm großen Teller aus 10 mm Sperrholz, und einer gepolsterten "Rumpfstütze", die den Abstand unter der Scheuerleiste halten.
Back und Steuerbord habe ich zwei Extrapüttings ca. 50 cm hinter den Oberwantpüttings angebracht woran die Stützen mit Tampen befestigt werden.
Nach Vorn und Achtern werden sie mit Leinen gesichert.
Für Achtern neben dem Ruder habe ich auch noch eine gebaut, die das Ruder sichern soll,mal sehn wie`s am besten klappt.
Mit dem Schlick im Schwertkasten und dem damit verbundenem "Schwertklemmen" werden wir wohl leben müssen.
Es wird aber oft gesagt das die Vari auch ohne Schwert gut segelt,vielleicht reicht das ja für Fahrtensegler.
Wie gesagt, ich werde sie dies Jahr im Watt ausprobieren und bei bedarf noch verändern,evtl.teilbar machen zum besseren Unterbringen oder so.
Wenn noch gewünscht, mache ich ein paar Fotos wenn der "Schnee und die Plane weg sind".

Gruß Matthias

PS. "Trockenfallstellen" habe ich da auch schon im Auge :D
Als Columbus sah, das der Hafen voll war-
schiffte er daneben!

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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von CDSZ » Mo 1. Apr 2013, 21:35

Danke für deine Antwort
In welchem Bereich des Watts wirst du unterwegs sein?
Ich überlege, ob die achterliche Stütze notwendig ist. Vermutlich müssen wir das Ruder bestimmt aushängen.

Gruß Christian

Matthias
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Matthias » Di 2. Apr 2013, 15:45

Hallo !
Ich werde von Varel aus, wo mein Boot liegt über die Jade in Richtung Ostfriesische Inseln fahren.
In sehr weichem Schlick bin ich mit der Vari. schon trockengefallen, da hat sich neben dem Kiel auch das Ruder einfach im Schlick versenkt, anschließend war`s mit Schwert rauf und runter natürlich vorbei.
Bedenken hatte ich da eigentlich nur bei der "labberigen Rudersicherung" die das Ruder wohl schon mal aushaken lässt.
Auf Sandwatt probier ich`s mit der Achteren Wattstütze erstmal aus.
Wenn`s nicht so funzt wie gedacht, lass ich das halt wieder.
Ein Problem ist ja auch immer die Lagerung von dem ganzen "Gedöns"an Bord :roll:
Ich erhoffe mir da auch etwas mehr Stabilität beim Aufenthalt im Cockpit.
Ruder aushängen? mmmm. und nachher bei evtl. etwas "Seegang" und Strömung wieder reinpfriemeln ? Ich weiß nicht, ob das die Laune hebt. :mrgreen:
Leider hat die Vari. das Ruder etwas länger als den Kiel," nicht ganz soo das Wahre." für`s Watt.
Ideal währe da ein etwas kürzeres Ruder, dafür mehr vorbalanciert und mit Aufhängung und Sicherung so stabil , das es als Wattstütze herhalten könnte.
Oder ein aufholbares Ruder.
Man müsste dann auch nicht soviel Angst haben,das das Ruder sich mit Aufhängung vom Heck verabschiedet :shock: bevor der stabile Kiel im flachen Wasser aufsitzt.

Aber wir arbeiten dran! Gruß Matthias
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Matthias » Sa 20. Apr 2013, 18:45

So, für alle die es interessiert hier mal meine Konstruktion der Wattstützen.
Ich werd`s so ausprobieren und die Stützen evtl. noch mal ändern.
Alustützen, mit der Möglichkeit zum Zusammenschieben,für das bessere Verstauen währen da schon das Non plus ultra.

Gruß Matthias
Dateianhänge
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tobi
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von tobi » So 21. Apr 2013, 11:24

Das sieht sehr gut aus! Bitte unbedingt berichten wie das geklappt hat.
Vielleicht könntest du auch noch ein paar Info über Varel einstellen, damit wir Trailer-Fahrer aus dem Binnenland wissen wie es mit Liegeplätzen, Slip und Kran aussieht?

Keks
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Keks » So 21. Apr 2013, 15:56

Eines verstehe ich nicht an deinem System. Können die Wattstützen auf beide Seiten des Bootes nicht ausenander gedrückt werden? Von vorne und nach hinten sind die schön mit einem Seil gesichert worden. Es kommt mir aber vor das das Seil and der Putting wenig wiederstand gegen ein Spagat bietet :?

Matthias
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Matthias » So 21. Apr 2013, 19:09

Moin Moin !
Ich habe Erfahrungen im und mit Watt mit einem 15ner Jollenkreuzer.
@Tom, da wird es kein Problem mit Spagat geben, eher wenn die Wattstützen bei der Vari. zu dicht am Rumpf sind, könnten sie unterklappen, und die Vari auf die Seite fallen.
Deswegen habe ich extra die Stützen mit einem leichten "Vorspagat" :mrgreen: ausgerüstet!
Die Püttings bzw. Befestigung sollten natürlich fest, stabil und evtl. durch einen Tampen flexibel befestigt sein.
Auf alle Fälle werde ich noch Fotos machen vom ersten Trockenfallen mit der Vari!
Und Tobias,
Varel ist OK.,siehe http://www.wsv-varel.de/
Ich slippe mein Boot immer über die kostenlose Slipbahn an der Schleuse.
Nahe Hochwasser ist der Wasserstand auch im Hafen am höchsten, und das Slippen geht am einfachsten.
Ein Kran ist auch vorhanden bei einer kleinen Werft, kostet aber etwas.
Für die Vari. auf dem "Slipwagen" reicht allemal die Slipbahn.
Alle Liegeplätze sind sehr geschützt, wir haben ein top Clubhaus mit Gastronomie und sehr saubere Sanitäre Anlagen.
Liegeplätze sind da auch noch zu haben.
Gastlieger und Neumitglieder sind da sehr Wilkommen!
Schau Dir den Vareler Hafen mal auf "Gurgel Erd" :mrgreen: an .
Es gibt da schöne Bilder.

LG. Matthias
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von tobi » So 21. Apr 2013, 23:42

Wenn du in dem Verein bist starte ich meinen diesjährigen Ostfriesland-Törn von Varel aus. Dann könnten wir unsere Varis ja mal gemeinsam durch den Jadebusen scheuchen...
Von Würzburg ist Varel ja auch näher als Wilhemshaven :-D

Matthias
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Matthias » Fr 25. Jul 2014, 15:55

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Moin Moin Forum :)
Ich möchte das Thema noch einmal aufgreifen und habe euch ein paar Fotos gemacht!
Klappt Super.
Die Ruderaufhängung ist etwas verändert, so das das Ruder nicht mehr nach oben aushebelt
und es als dritte Stütze fungiert.
Die Wattstützen würde ich nicht mehr teilbar machen.
Ist einfach zu labberig! Siehe Bb. Stütze. Das Gelenk ist da schon Bandagiert.
Die Stb. Stütze ist in einem Stück.
Das letzte Foto zeigt das Trockenfallen ohne Wattstützen.

Für alle, die es Interessiert Gruß
Matthias

PS. Das Schwert setzt sich natürlich sofort durch den Schlick zu und fest.
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von tobi » Mi 30. Jul 2014, 21:51

Super !!! Wo war das?

Matthias
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Matthias » So 3. Aug 2014, 17:11

Moin Moin !
Das ist Wangerooge Ost.
Da gibt es ein sehr geeignetes Gebiet, wo das Trockenfallen auch noch erlaubt ist.
:P :P
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von CDSZ » Fr 12. Sep 2014, 20:46

Wir waren in der letzten Woche entlang der Ostfriesischen Inseln unterwegs.
Dabei sind wir ohne wattstützen mehrfach trockengefallen.
- In der Lagune bei Westspiekeroog im Sand.
Wir haben das Ruderblatt ausgehängt. Der Kiel hat sich sauber mit ein weni ruckeln eingegraben. Das Boot stand senkrecht bis eine Boe kam.

Im Hafen von Baltrum sind wir nicht ganz trockengefallen.
Der Juister Hafen fällt mittlerweile schon wieder komplett trocken. Das Ruderblatt haben haben wir vorsorglich abgenommen. Im Schlick hat sich das Boot dann komplett senkrecht eingegraben und ist nicht gekippt.

Hier ein kleiner Film:
http://www.youtube.com/watch?v=TG8FkuLu ... ture=share

Felixx
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Felixx » So 1. Feb 2015, 17:29

Hallo Leute - hier auch noch einmal meine Frage, ob das Stehen auf dem Kiel (ohne seitliches abfangen des Gewichts) für den Rumpf irgendwie ein Problem darstellt!??

Will für die Aufarbeitung des Unterwasserschiffs die Varianta nur auf den Kiel stellen - auf zwei Holzbalken - und das Ganze ausschließlich seitlich mit Schwerlast-Spanngurten gegen das Umkippen sichern...

http://www.varianta.org/forum/viewtopic.php?f=8&t=2205

Grüße, Felix

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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Matthias » Mo 2. Feb 2015, 12:51

Hallo Forum/Felix
Beim "trockenfallen" meiner Vari. verzieht bzw. verformt sich der Rumpf nicht, obwohl ich mich auch darauf bewege.
Also einfach auf ein paar Bretter stellen, und seitlich je eine Dachlatte mit Bohrung zum ballancieren an die Püttings binden und gut ists.
Siehe meine Wattstützen. Die sind aus 50 x 50mm Kantholz.
Nach Achtern stüzt im Watt das Ruder etwas in der Längsrichtung.

Gruß Matthias :)
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Re: Trockenfallen mit der Varianta

Ungelesener Beitrag von Felixx » Mo 2. Feb 2015, 23:13

ist vielleicht wirklich ausreichend...
Zur Sicherheit würde ich das dann auch vorne und hinten machen, damit das Ganze nicht über Nase oder Heck kippen kann.
Wenn man sich darauf bewegen kann, bin ich beruhigt.
Wäre ja auch seltsam, wenn die Wattsegler während der Ebbe im Schlick herumsitzen würden um das Schiff zu schonen.
Das hab ich mir noch gar nicht so durch den Kopf gehen lassen...
Wenn ich so über diese Logik nachdenke, dann beantwortet sich meine Frage nach und nach von selbst.
Insofern besonderen Dank für diese Gedankenanstöße!

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